Gehaltsspanne: Facharzt/-ärztin für Mikrobiologie in Deutschland

 
5.942 €
7.065 €
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  • 7.065 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 5.942 € (Unteres Quartil) und 8.400 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Facharzt/-ärztin für Mikrobiologie

 

Krankheiten werden in der Regel durch Viren und Bakterien bzw. andere Mikroorganismen ausgelöst. Ein Facharzt bzw. eine Fachärztin für Mikrobiologie beschäftigt sich mit der Ursache, Entstehung, Entwicklung und Bekämpfung derartiger Erkrankungen.

Der vollständige Berufstitel lautet Facharzt bzw. Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie. Dieser löste die etwas kürzere Bezeichnung Facharzt bzw. Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie ab.

 
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Jobangebote für Facharzt/-ärztin für Mikrobiologie

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Was macht eine Fachärztin für Mikrobiologie?

Im Gegensatz zu einem Hausarzt oder Chirurgen hat eine Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie üblicherweise keinen direkten Kontakt zu Patienten, sondern erledigt ihre Aufgaben vielmehr in einem Labor, ähnlich wie eine Virologin. Da Bakterien und Viren nur am Mikroskop sichtbar sind, verbringt sie dort einen großen Teil ihrer Arbeitszeit und untersucht etwa deren molekularen Aufbau oder die Zellstruktur. Häufig müssen auch bereits bekannte Mikroorganismen nachgewiesen werden, hierzu untersucht sie Gewebeproben oder gegebenenfalls Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen mittels molekularbiologischer, biochemischer und immunologischer Methoden.

Ziel ist aber nicht nur, mögliche Krankheitserreger im menschlichen Körper nachzuweisen, sondern vor allem auch Wege zu finden, Infektionskrankheiten zu behandeln oder zu verhindern. Hierzu analysieren und beurteilen Fachärztinnen für Mikrobiologie mikrobenhemmende Substanzen und sind häufig auch an der Entwicklung von Impfstoffen beteiligt.

Des Weiteren können auf eine Fachärztin für Mikrobiologie auch Pflichten organisatorischer oder verwaltender Art zukommen, z. B. beim Entwurf von Hygieneplänen oder bei der Verfassung epidemiologischer Gutachten. Zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit gehört zudem die Erstellung von Forschungsberichten. An Universitäten nimmt obendrein die Lehre eine gewichtige Rolle ein: Dort bereitet sie Vorlesungen und Seminare vor, hält diese ab und betreut Studierende.

Wo arbeiten Fachärzte für Mikrobiologie?

Fachärzte für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie arbeiten häufig in Laboratorien von Universitäten oder anderen wissenschaftlichen Instituten, wo sie im Bereich der Forschung und Lehre beschäftigt sind. Zudem stellen Kliniken einen weiteren möglichen Arbeitgeber dar. In einigen Fällen bieten auch Gesundheitsämter sowie Biotech-Unternehmen und Pharmaunternehmen die Möglichkeit, epidemiologisch tätig zu werden. Darüber hinaus können Fachärzte für Mikrobiologie sich selbstständig machen und ein eigenes Labor eröffnen.

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Gehälter nach Bundesland: Facharzt/-ärztin für Mikrobiologie
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 7.398 €
Bayern: 7.219 €
Berlin: 6.812 €
Brandenburg: 6.211 €
Bremen: 6.911 €
Hamburg: 7.280 €
Hessen: 7.347 €
Mecklenburg-Vorpommern: 6.074 €
Niedersachsen: 6.747 €
Nordrhein-Westfalen: 7.090 €
Rheinland-Pfalz: 6.995 €
Saarland: 6.860 €
Sachsen: 6.232 €
Sachsen-Anhalt: 6.162 €
Schleswig-Holstein: 6.674 €
Thüringen: 6.226 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Wie wird man Facharzt für Mikrobiologie?

Wie bei jedem angehenden Facharzt bildet ein Studium der Humanmedizin die Basis für jede spätere Spezialisierung. Dieses dauert in der Regel sechs Jahre und wird mit dem Staatsexamen abgeschlossen, welches auch mit der Erteilung der ärztlichen Approbation, also der staatlichen Erlaubnis für die Ausübung der Heilkunde, einhergeht. Anschließend muss eine fünfjährige Weiterbildung zum Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie absolviert werden, hiervon werden zwölf Monate in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung absolviert. Die bestandene Facharztprüfung ermöglicht schließlich den Einstieg in den Beruf.

Dem künftigen Facharzt für Mikrobiologie werden Kenntnisse bei der Durchführung bakteriologischer und virologischer Untersuchungen sowie beim Nachweis von Antigenen und Antikörpern vermittelt. In der Regel werden zusätzlich einige allgemeine Inhalte weiter vertieft, z. B. ethische und rechtliche Grundlagen ärztlichen Handelns oder Richtlinien der Befunddokumentation.

Weitere Beispiele für Sachgebiete, die während der Weiterbildung intensiv studiert werden, sind etwa:

  • Allgemeine Epidemiologie und Infektionsepidemiologie
  • Erkennung von Seuchen sowie deren Prävention und Bekämpfung
  • Diagnostische Verfahren der Virologie, Bakteriologie, Parasitologie und Immunologie
  • Molekularbiologische Methoden zum Nachweis von Bakterien, Viren und Pilzen
  • Labormanagement und Qualitätsmanagement

Fachärzte für Mikrobiologie, die sich beruflich weiterentwickeln möchten, können dies mit einem weiteren Studium im medizinischen Bereich oder mithilfe von fachnahen Fortbildungen erreichen, beispielsweise im Bereich Biologie. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich mit der Eröffnung eines eigenen Labors selbstständig zu machen.

Diese Eigenschaften sollten Fachärztinnen für Mikrobiologie mitbringen

Wie jede Ärztin sollte sich auch eine Fachärztin für Mikrobiologie vor allem durch Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Präzision auszeichnen. Diese Eigenschaften sind für die Arbeit im Labor unerlässlich, hinzu kommt idealerweise ein scharfer analytischer Verstand sowie stark ausgeprägtes kombinatorisches Denken. Bei Untersuchungen am Mikroskop ist zudem eine überdurchschnittliche Beobachtungsgabe gefragt. Da der Beruf ohne zahlreiche moderne Gerätschaften undenkbar wäre, wird das Wunschprofil durch gutes technisches Verständnis abgerundet.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
7.467 €
 
7–9 Jahre
5.922 €
 
3–6 Jahre
5.382 €
 
< 3 Jahre
4.977 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
8.494 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
8.287 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
7.694 €
 
< 100 Mitarbeiter
6.883 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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