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Chirurgie – Brancheninformationen

Dieser breitgefächerte medizinische Fachbereich gliedert sich in diverse Unterbereiche. Neben der Allgemeinchirurgie gibt es etwa die plastische Chirurgie, die Wiederherstellungschirurgie oder auch klar definierte Fachbereiche, wie etwa die Handchirurgie oder die Kieferchirurgie.

Chirurgen arbeiten sowohl in Krankenhäusern, als auch in Praxen. Ein niedergelassener Chirurg hat entweder Belegbetten in einer Klinik für seine Eingriffe oder unterhält eigene Operationsräume. Der Chirurg ist der Facharzt mit den umfassendsten anatomischen und physiologischen Kenntnissen. Um Eingriffe erfolgreich durchführen zu können, müssen ihm nicht nur Knochen, Muskeln und Organe bekannt sein, sondern ebenso das Blutgefäß- und Nervensystem. Weiterhin braucht er Kenntnisse im Bereich Anästhesie, da vor einem operativen Eingriff der Bereich entweder lokal betäubt werden muss, oder bei größeren Eingriffen Beruhigungsmittel oder Kurznarkosen verabreicht werden. Längere Narkosen werden zusätzlich von einem Facharzt für Anästhesie betreut.

Auch die Versorgung von Verletzungen gehört in den Bereich Chirurgie. Das Verschließen von Wunden durch Naht oder Klammerung gehört ebenso zu seinen Aufgaben, wie das Diagnostizieren, Richten und Schienen von Knochenbrüchen. Auch das Einsetzen von Implantaten oder inneren Fixationen bei Gelenks- oder Knochenverletzungen ist Aufgabe des Chirurgen. Die letztgenannten Tätigkeiten werden vor allem von Unfallchirurgen ausgeführt.

Chirurg ist ein Facharztstudium. Nach dem Studium der Allgemeinmedizin schließt sich das der Chirurgie an. An jedes andere Facharztstudium kann der Bereich Chirurgie angeschlossen werden. So kann sich etwa der Zahnarzt durch Studium zum Kieferchirurgen weiterbilden.

Neben dem Allgemeinmediziner dürfte der niedergelassene Chirurg der Arzt sein, der die unterschiedlichsten Krankheitsbilder zu behandeln hat. Verletzungen aller Art sind das Gebiet des Chirurgen, doch auch operative Eingriffe, wie das Entfernen von Fremdkörpern, verletztem Gewebe oder die Wundbegradigung. Wörtlich übersetzt heißt der Begriff Chirurgie „Handarbeit“. Betrachtet man das Tätigkeitsfeld des Arztes ist klar, dass manuelles Geschick eine der Grundvoraussetzungen für diesen Beruf ist.

Das Wiederherstellen der Gesundheit und Lebensqualität ist einer der wichtigsten Aufgaben des Facharztes für Chirurgie. Doch auch über großes Einfühlungsvermögen müssen die Ärzte aus diesem Bereich verfügen, denn Operationen sind für viele Patienten mit Angst behaftet. Ebenso sind meist erhebliche Schmerzen seitens des Patienten im Spiel, wenn der Chirurg aufgesucht wird. So braucht er auch Kenntnisse über Schmerzbekämpfung und ordnet Rehabilitationsmaßnahmen an. Dem Chirurgen kommt große Verantwortung zu, da Operationen jeder Art dauerhaften Einfluss auf das Leben des Patienten haben. So braucht der Chirurg eine große Belastbarkeit und Stressresistenz.

Die menschlichen Fähigkeiten des Chirurgen sind auch gegenüber den Angehörigen des Patienten gefragt. Er ist es, der den Eingriff und den Verlauf erklärt und die Angehörigen unmittelbar danach über den Verlauf unterrichtet. Die meisten Chirurgen wählen sich im Laufe ihres Berufslebens ein Fachgebiet. Besonders niedergelassene Chirurgen decken dennoch die Allgemeinchirurgie vollständig ab. Auch sind die niedergelassenen Ärzte oft auch noch sogenannte Durchgangsärzte, also im Besonderen für Arbeits- oder Schulunfälle zuständig. Die komplette Planung von der Diagnostik, über den Eingriff bis zur Nachsorge liegt in der Hand des Chirurgen. Das macht für Viele den Reiz dieses Fachgebietes aus, denn sie betreuen den Patienten von den ersten Beschwerden bis zur Genesung.

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