Was verdient eigentlich ein …?

Kinderkrippe – Brancheninformationen

In Kinderkrippen werden Klein- und Kleinstkinder betreut. Der Begriff Kleinkind umfasst zwar Kinder bis zum 6. Lebensjahr, also bis ungefähr zum Schuleintrittsalter, trotzdem sind Kinderkrippen in der Regel für unter 3-jährige Kinder konzipiert. Denn Kinder vom 3. bis zum 6. Lebensjahr besuchen eher einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte. Während die meisten Eltern beim Kindergartenbesuch ihres Nachwuchses nicht nur dessen Unterbringung während ihrer Arbeitszeit, sondern vor allem die die dort gebotenen Möglichkeiten zur Sozialisierung und Selbständigkeitserziehung schätzen, fällt es oft viel schwerer, ein Kleinstkind in fremde Obhut zu geben.

Kinderkrippen werden deshalb häufig nur als Unterbringungsmöglichkeit oder gar „Aufbewahrungsstätte“ während der Arbeitszeit der Eltern angesehen. Dabei erhalten die Kinder in modernen Krippen altersgerechte Mahlzeiten, nehmen, je nach Altersstufe, an Spielen und pädagogischen Aktivitäten zur Frühförderung teil, spielen nach Wetterlage im Freien und schlafen zu Zeiten, die an ihre eigenen, altersabhängigen Bedürfnisse angepasst werden. In den meisten Krippen haben die Mütter auch die Gelegenheit ihre Kleinstkinder zu stillen oder den Erzieherinnen abgepumpte Muttermilch für die Fläschchen ihres Babys zur Verfügung zu stellen.

Gute Kinderkrippen legen großen Wert auf die Erkenntnisse der modernen Kleinkindpädagogik, die eine langsame Eingewöhnung in die der Kinder in die Krippe und vor allem viel Aufmerksamkeit und Zuwendung vorsieht. Da moderne Kinderkrippen so die altergemäße Entwicklung von Kindern fördern und sogar den Kleinsten die Möglichkeit zu sozialer Interaktion mit anderen Kindern bieten, sind sie oft besser als der Ruf, den sie zumindest hierzulande haben. Dabei sollte man auch bedenken, dass es in anderen europäischen Ländern durchaus üblich ist Kleinstkinder in Krippen betreuen zu lassen. Allen voran ist hier Frankreich zu nennen, wo Mütter üblicherweise bereits 6 Wochen nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten gehen und dieses ganz selbstverständlich in der Obhut von Krippen anzuvertrauen.

Eltern, die vorhaben ihre Kinder schon früh in eine Krippe zu geben, sollten sich aber darüber bewusst sein, dass sich Kinder in einem so geringen Alter sehr eng nur an Personen anschließen, die sich regelmäßig und konstant mit ihnen beschäftigen. Um also zu verhindern, dass die Kleinen eine engere Beziehung zu ihren Erzieherinnen als zu ihren Eltern aufbauen, sollten sich die Eltern von Krippenkindern in ihrer Freizeit sehr viel mit ihrem Nachwuchs beschäftigen.

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