Was verdient eigentlich ein …?

Lebensversicherung – Brancheninformationen

Lebensversicherung – diese Individualversicherung sichert den Tod einer Person wirtschaftlich ab. Das versicherte Risiko liegt direkt in der Person, weshalb es sich hierbei um eine Personenversicherung handelt. Voraussetzung für das Eintreten des Versicherungsfalls ist das Erleben eines bestimmten, vertraglich vereinbarten Zeitpunktes oder der Tod des Versicherten während der Dauer der Versicherung. Als Versicherungsleistung handeln beide Parteien in der Regel eine Summenversicherung aus. Im Todesfall erhalten die Angehörigen die Geldsumme ausbezahlt.

Lebensversicherungen laufen über mehrere Jahrzehnte. In dieser Zeit zahlt der Versicherungsnehmer die anfangs vereinbarten Beträge ein. Das Versicherungsunternehmen ist an die ausgehandelten Zahlungsbedingungen über den langen Vertragszeitraum gebunden. Die aktuelle wirtschaftliche Situation oder eine Veränderung der Lebenserwartung des Versicherungsnehmers hat darauf keinen Einfluss. Das erfordert vor Vertragsabschluss eine gründlich durchdachte, fundierte Kalkulation. In Europa gelten strenge Regeln. Diese sollen die Zahlungsfähigkeit der Versicherer über die gesamte Dauer des Vertrages gewährleisten. An diese Regeln müssen sich Beschäftigte im Versicherungssektor halten. Vorgabe ist beispielsweise die Vereinbarung ausreichend vorsichtig gewählter Beträge. Die Versicherer sind verpflichtet, dafür einen geeigneten Nachweis erbringen zu können.

Die Anforderungen für eine Tätigkeit mit Schwerpunkt Lebensversicherung sind mit dem restlichen Versicherungssektor vergleichbar. Klassische Ausbildung für den direkten Berufseinstieg ist die Berufsbezeichnung des Versicherungskaufmanns. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Laufbahn zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen einzuschlagen.

Die Ausbildung des Versicherungskaufmanns / -frau beinhaltet neben dem Erlernen fachspezifischer Inhalte den täglichen Umgang mit Kunden und Kollegen. Die Auszubildenden müssen nicht nur mit Zahlen zurechtkommen. Der Umgang mit Menschen gilt als gleichbedeutend. Erforderlich ist mindestens ein Realschulabschluss, der Großteil der Bewerber verfügt jedoch über die Fachhochschulreife. Positiver Nebeneffekt der Lehre ist die verhältnismäßig hohe Vergütung ab dem ersten Jahr. Zugleich gelten die Berufsaussichten als sehr gut. Die meisten Lehrlinge bleiben nach erfolgreichem Abschluss im Unternehmen. Während der Lehre erwerben die Auszubildenden in mindestens zwei Spartenbereichen vertiefte Kenntnisse. Einer der zur Auswahl stehenden Zweige ist die Lebens- und private Unfallversicherung. Die Wahl dieses Bereichs ist mit Sicherheit bei einer späteren Jobsuche bei Lebensversicherern hilfreich.

Als Versicherungskaufmann sind die Aufgaben bei einer Tätigkeit mit Schwerpunkt Lebensversicherung vielseitig. Zum einen sind eingehende Kundenanfragen zu bearbeiten. Diese betreffen beispielsweise Fragen zum Vertrag. Daneben erstellt der Versicherungskaufmann schriftliche Auskünfte, erarbeitet Neu- und Änderungsangebote und kümmert sich um sämtliche Anliegen von Vertragspartnern. Besagte Tätigkeit setzt neben der fachlichen Qualifikation Freude am Umgang mit Kunden per Telefon oder Schriftverkehr voraus. Zu den notwendigen Eigenschaften eines Versicherungskaufmanns gehören eine ausgeprägte Kundenfreundlichkeit und die Fähigkeit zu serviceorientiertem Denken und Handeln.

Lebensversicherungsunternehmen unterstützen ihre Geschäftsprozesse mit Betriebssoftware. Deshalb besteht in der entsprechenden Branche nicht nur Bedarf an Versicherungsexperten, sondern zugleich an Spezialisten aus anderen Bereichen. Beispielhaft zu nennen ist die Berufsbezeichnung des "Business Analyst Lebensversicherung". Entsprechende Stellenausschreibungen suchen nach keinen Versicherungskaufleuten, sondern richten sich gezielt an Studenten der Mathematik oder Wirtschaftsinformatik. Ferner sind Kenntnisse im Management von Projekten und der dazugehörigen Arbeit gefragt. Aufgabe ist das Ermitteln von Anforderungen der Benutzer an die Betriebssoftware. In Projekten gilt es, die ermittelten Anforderungen in die IT-Systeme zu implementieren. Das breite Spektrum an zu erledigenden Tätigkeiten befasst sich mit dem Analysieren, Umsetzen und Testen von Anforderungen an IT-Lösungen zum Vertrieb der Lebensversicherungsprodukte.

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