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Pharmaindustrie – Brancheninformationen

In der Pharmaindustrie beschäftigen sich Unternehmen mit dem Herstellen und Vermarkten von Arzneimitteln. Häufig betreiben die Unternehmen eigene Forschungsprojekte und entwickeln neue Wirkstoffe. Andere Unternehmen stellen ausschließlich Generika her, die auf dem gleichen Wirkstoff eines anderen Medikaments basieren. Das deutsche Arzneimittel-Gesetz bezeichnet solche Unternehmer als pharmazeutische Unternehmer, die Zulassungen für Arzneimittel besitzen oder sie unter ihrem Namen vermarkten. Pharmazeutische Unternehmen brauchen eine behördliche Genehmigung, um Arzneimittel oder -stoffe herzustellen. Arzneimittelrechtliche Verpflichtungen sorgen dafür, dass pharmazeutische Unternehmen die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit ihrer Medikamente absichern.

Pharmaunternehmen stellen verschiedene Arzneimittel für die Human- und Tiermedizin her. Dazu gehören:

➤ Fertigarzneimittel,

➤ Sera,

➤ Impfstoffe,

➤ Blutzubereitungen,

➤ In-vivo-Diagnostika,

➤ Allergenzubereitungen,

➤ Gentherapeutika.

Medizinische Produkte wie Verbandmittel oder künstliche Gelenke zählen nur teilweise zum Produktsortiment von pharmazeutischen Unternehmen.

Organisation der Pharmaindustrie

Als wichtigste internationale Dachorganisation der Pharmaindustrie dient die International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations (IFPMA). In den USA vereinen sich unter dem Dach der Pharmaceutical Research and Manufacturers of America (PhRMA) Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen. Für Europa organisiert die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) die nationalen Pharmaindustrien.

In Deutschland gliedern eine Reihe von Verbänden die Pharmaindustrie. Die meisten Mitglieder gehören dem Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller an. Im Verband der chemischen Industrie befinden sich Hersteller für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Diese beteiligen sich auch am Bundesverband der pharmazeutischen Industrie und dem Verband forschender Arzneimittelhersteller. Unternehmen, die ausschließlich Generika herstellen, organisieren sich im Verband Pro Generika. An die Verhaltenskodizes des Vereins Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie halten sich weitere Unternehmen.

Im Vergleich zu den letzten Jahren sank die Zahl der Beschäftigten in der Pharmaindustrie. Im Jahr 1995 arbeiteten noch 122.900 Menschen in Pharmaunternehmen. 2006 beschäftigte die Pharmaindustrie nur noch 117.000 Mitarbeiter. Dazu kommen jedoch noch 125.000 Menschen, die für Dienstleister und Zulieferer der Pharmaindustrie arbeiten.

Berufe in der Pharmaindustrie

Reizvoll an ihrem Beruf finden viele Pharmazeuten die guten Zukunftsperspektiven und die breit gefächerte Ausbildung. In größeren Pharmaunternehmen steigen Pharmazeuten in Führungspositionen auf. Dort steuern und kontrollieren sie die Durchführung von Projekten zum Herstellen oder Erforschen von Wirkstoffen und Medikamenten. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört die Administration sowie Budget- und Kapazitätsplanung. Ein Pharmazeut besitzt gute Chancen bei Pharmaunternehmen eine Anstellung zu finden, wenn er eine Promotion absolviert und gut Englisch spricht.

Studium der Pharmazie

Voraussetzung für einen guten Job in der Pharmaindustrie ist nicht zwingend das Pharmazie-Studium. Es vergrößert die Chancen jedoch sehr. Im Studium beschäftigen sich Pharmazeuten mit dem Entwickeln, Sichern der Qualität und Herstellen von Medikamenten. Kenntnisse aus Chemie und Biologie kommen dabei zur Anwendung. Als eine der ältesten Wissenschaften der Menschheitsgeschichte unterteilt sie sich in zahlreiche Themengebiete. Im Bereich der Pharmakologie steht die Wirkung der Medikamente auf den Körper im Vordergrund. Die chemische Struktur der Arzneimittel spielt in der pharmazeutischen Chemie eine Rolle. Als wichtig für Pharmaunternehmen erweist sich die pharmazeutische Technologie. Sie spezialisiert auf die Herstellung von Hilfsmitteln wie Tabletten, mit denen ein Wirkstoff zu seinem Bestimmungsort gelangt.

Das Studium der Pharmazie gestaltet sich als sehr anspruchsvoll. Nur wenigen Studenten gelingt der Abschluss in der vorgeschriebenen Zeit. Am Anfang des Studiums stehen die Grundlagen Biologie, Physik und Chemie. Im weiteren Verlauf vermitteln Dozenten spezifischere Kenntnisse der Pharmazie. Für das Gebiet der Pharmakologie belegen Studenten Anatomie, Toxikologie und Mikrobiologie. Im Bereich der Pharmakognosie beschäftigen sie sich mit Morphologie und biogenen Arzneimitteln. In der pharmazeutischen Technologie lernen Studenten Mathematik und die Grundlagen zum Herstellen von Arzneimitteln. Das Studium umfasst neben der Theorie auch einige praktische Übungen. Studenten erproben sich in Laborübungen während des Semesters und in Praktika in einer Apotheke.

Gehalt und Zukunftsperspektiven in der Pharmaindustrie

Schon ein Berufseinsteiger in ein mittelständisches pharmazeutisches Unternehmen verdient im Monat 2.500 Euro. Im Jahr erhält er ein Gehalt von 30.000 Euro. Demgegenüber bekommt ein Regionalleiter in einem großen Pharmakonzern knapp 8.000 Euro im Monat. Auf das Jahr hochgerechnet verdient er 95.000 Euro. Im Bereich der Qualitätssicherung erhält ein Angestellter eines Pharmakonzerns ein Jahresgehalt von knapp 70.000 Euro. Im Monat kommt er auf eine Summe von 5.700 Euro. Auch mit einer Ausbildung zum Laboranten erhält ein Beschäftigter eines sehr großen Pharmaunternehmens monatlich 3.700 Euro. Im Jahr verdient er 44.000 Euro. Die Pharmaindustrie weist also vielen Studienabsolventen und Auszubildenden einen verheißungsvollen Start in die Zukunft. Die Größe des Pharmaunternehmens sowie der Ausbildungsgrad bilden entscheidende Säulen für die Höhe des Gehalts. Auch im Bereich der Dienstleister und Zulieferer der Pharmaindustrie eröffnen sich große Chancen für Bewerber. Für ausgebildete Pharmazeuten stellt die Pharmaindustrie den aussichtsreichsten Berufszweig dar.

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