Was verdient eigentlich ein …?
Ortsangabe für bessere Ergebnisse hinzufügen.

Revision – Brancheninformationen

Das Wort Revision bedeutet sinngemäß überprüfen oder Rückschau halten. Dazu zählen technische Überprüfungen sowie wirtschaftsinterne Prüfungsvorgänge. Die interne Revision beinhaltet das Überprüfen und Kontrollieren der Abläufe und Prozesse in einem Unternehmen. Ziel ist, durch Aufspüren und Ausschalten von Fehlerquellen die Effizienz zu steigern. Die Revision erfüllt die Vertrauens-, Präventiv- und Informationsfunktion. Erstere umfasst den ordnungsgemäßen Ablauf von Prozessen und Einhalten von Rechtsnormen. Die Präventivfunktion dient dem Aufdecken und Vorbeugen gesetzeswidriger Handlungen durch firmeninterne oder externe Personen. Zu den wichtigsten Aufgaben der Informationsfunktion gehört die transparente Dokumentation der Prozesse.

Aufgaben der Revision im Unternehmen

Schwerpunkt der internen Revision ist das Prüfen von organisatorischen Sachverhalten anhand eines Soll-Ist-Vergleichs. Beim Soll handelt es sich in der Regel um interne Regelungen, Vorgaben oder Gesetze. Der Revisor ermittelt im Rahmen der Revision die Abweichung zwischen Ist und Soll. Obwohl die Prüfung keine Beratung darstellt, kann der Prüfer Vorschläge zur Optimierung des Istzustandes unterbreiten. Ebenso lassen sich die Vorgaben, Anweisungen und Gesetze an die jeweiligen Bedingungen anpassen.

Im Gegensatz zur Prüfung stellt die Kontrolle einen organisatorisch festgelegten Soll-Ist-Vergleich dar. Diese erfolgen durch kompetente Mitarbeiter, die unabhängig von ihrer Stellung die Kontrolle durchführen. Kontrollen umfassen den gewerblichen Bereich (Qualitätskontrollen in der Produktion) sowie die Verwaltung. Bei Abweichungen empfiehlt sich analog der Prüfung eine Korrektur des Ists oder der internen Vorgaben. Kontrollen erfolgen in regelmäßigen Zeitabständen. In bestimmten Bereichen sind unangekündigte Kontrollen denkbar.

Größere Unternehmen und öffentliche Institutionen verfügen über ein eigenes Prüf- und Kontrollsystem. In kleineren Unternehmen und Handwerksbetrieben erfolgt die Prüfung und Kontrolle durch externe Dienstleister. Das Aufgabengebiet der Revisoren umfasst:

➤ das Planen und Durchführen der Revision,

➤ die Dokumentation der Ergebnisse und das Erstellen eines Revisionsberichtes,

➤ das Unterbreiten von Vorschlägen und Empfehlungen an das Management zwecks Optimierung sowie

➤ das Entwickeln verbesserter Prüfmethoden.

Eine Prüfung und Kontrolle erfolgt objektiv und erfordert das Einhalten von Gesetzen. Darüber hinaus unterliegen Revisionen der Verschwiegenheit gegenüber Dritten. Das bedeutet, dass der Revisor keine betriebsinternen Daten zum eigenen Vorteil nutzen oder an andere Personen weitergeben darf.

Grundlagen und beruflicher Einstieg

Die Revision bietet ein breites Betätigungsfeld in nahezu allen Branchen der Wirtschaft. Als Grundlage für den beruflichen Einstieg zählen ein sehr gutes Allgemeinwissen und ein abgeschlossenes Studium der Fachrichtung Betriebswirtschaftslehre. Das Erkennen und Beurteilen komplexer Strukturen in Unternehmen setzt analytisches Denken voraus. Eine verantwortungsbewusste und selbstständige Arbeitsweise ist wie der sichere Umgang mit Zahlen und Fakten unabdingbar. Ebenso weiß der Revisor Risiken richtig einzuschätzen.

Zu den Grundkenntnissen kommen branchenspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten, beispielsweise auf dem IT-Sektor, des Maschinen- und Anlagenbaus oder öffentlich-rechtlichen Institutionen. Die Tätigkeit als Revisor setzt eine lebenslange Lernbereitschaft und das Interesse für Neuerungen voraus. Der Umgang mit dem Computer und seiner Software gilt als obligatorisch. Zu den Stärken eines Revisors gehören Freude am Umgang mit Menschen, Flexibilität und Mobilität sowie professionelles Auftreten. Im internationalen Geschäft gehört perfektes Englisch in Wort und Schrift zum Rüstzeug eines Revisors.

Gehalt und Perspektiven in der Revision

Eine Tätigkeit als Revisor bietet neben interessanten und abwechslungsreichen Aufgaben die Mitarbeit in einem dynamischen Team und ein attraktives Gehalt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums steigt ein 27 Jahre alter Revisor mit einem Monatsgehalt von 2.600 Euro brutto ein. Die Arbeitszeit liegt bei 40 Stunden pro Woche. Die Gehälter der Revisoren variieren zwischen den Branchen und Bundesländern. Darüber hinaus spielt das Alter, die Dauer der Betriebszugehörigkeit und das persönliche Engagement eine wesentliche Rolle. Eine Qualifikation geht gewöhnlich mit einer Gehaltserhöhung einher. Beispielsweise verdient ein Audit Manager im Bereich Finanzdienstleistung zwischen 3.500 und 4.300 Euro im Monat.

Bei entsprechenden Kenntnissen und persönlichen Einsatz bestehen gute Chancen für einen beruflichen Aufstieg in die Leitungsebene. Ein Abteilungsleiter verdient bei den Versicherungen 4.100 Euro und darüber. Das Gehalt eines Projektleiters in der gleichen Branche liegt bei 5.800 Euro. Banken und Versicherungen zahlen an ihre Mitarbeiter überdurchschnittlich hohe Gehälter. Ein 43 Jahre alter Manager der Revisionsabteilung einer renommierten Bank verdient im Monat bis zu 11.000 Euro brutto. Ein Gehalt von mehr als 8.500 Euro gilt für einen Projektingenieur als realistisch.

Neben dem attraktiven Gehalt bietet die Tätigkeit als Revisor einen krisenfesten und zukunftssicheren Job mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten. Unternehmen und öffentliche Institutionen suchen für die Revisionsabteilung jederzeit qualifizierte Mitarbeiter. Eine branchenspezifische Qualifikation erfolgt in der Regel betriebsintern oder durch Delegation an eine Universität oder Hochschule. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das erworbene Wissen in Seminaren zu festigen und zu erweitern.

Branchen von A bis Z

Verdienen Sie genug?

Vergleichen Sie jetzt kostenlos und anonym Ihr Gehalt.

Jetzt Gehalt vergleichen
Gehalt.detrust-pilot trustsiegel
GEHALT.de möchte dir in Zukunft neue Jobs direkt im Browser anzeigen.
Nein Danke
Alles klar
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen