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Wie Chefs geschickt ihre Mitarbeiter loswerden

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Kategorie: Karriere & Ratgeber
06.05.2014

So mancher Chef lässt sich einiges einfallen, um einen in Ungnade gefallenen Mitarbeiter loszuwerden. Man staunt, wie erfinderisch Bosse werden können, um den Mitarbeiter dahin zu bewegen, von sich aus zu kündigen und das Weite zu suchen.

Wenn der Chef einen Mitarbeiter loswerden möchte, wird er das in der Regel auch schaffen, ohne eine Kündigung schreiben zu müssen. Ein Griff in die Trickkiste und dieser Mitarbeiter hat nicht mehr viel zu Lachen. Wie Cehfs Mitarbeiter loswerden

Mit solchen Tricks werden Chefs unliebsame Angestellte los

Ein paar Beispiele zeigen auf, wie geschickt und fies Chefs agieren können, wenn ihnen ein Mitarbeiter ein Dorn im Auge ist:

Arbeit bis zum Umfallen

Der Mitarbeiter bekommt so viele Aufgaben, dass er sie beim besten Willen und Ehrgeiz nicht erledigen kann. Irgendwann lässt die Qualität der Arbeit nach und der Chef hat noch einen Grund gefunden, um zu kritisieren. Wer da nicht rechtzeitig reagiert, wird früher oder später das Gefühl der Erschöpfung und den Wunsch nach einem anderen Job spüren.

Konzentrationsstörungen durch neuen Arbeitsplatz

Der Chef weist seinem Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz zu. Konzentration ist an diesem Ort aber kaum möglich, denn entweder ist die Geräuschkulisse extrem laut oder sämtliche Gerüche von der Kantine ziehen am Schreibtisch vorbei. Vielleicht steht der Schreibtisch auch in unmittelbarer Nähe zu einer Türe, sodass ständig Kollegen am Arbeitsplatz vorbeilaufen.

Es hagelt Kritik

Der Mitarbeiter weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht, denn neuerdings wird seine Arbeit dauernd niedergemacht. Er kann seinem Chef kaum noch etwas Recht machen und der macht auch vor Kollegen nicht Halt: Vor versammelter Mannschaft wird die Leistung kritisiert.

Nachforschungen über private Internet- und Telefonnutzung

Der Chef lässt überprüfen, ob und wie oft der Mitarbeiter das Telefon oder Internet privat genutzt hat. Damit versucht er nachzuweisen, dass der Angestellte einen Arbeitszeitbetrug begangen hat.

Mitarbeiter wird abgeworben

Der Mitarbeiter erhält ein lukratives Angebot eines anderen Unternehmens oder eines Headhunters. Wechselt er daraufhin seinen Job, wird ihm nach wenigen Wochen gekündigt. Der ehemalige Chef zahlt manchmal gerne zwei Monatsgehälter und Kosten für die Vermittlung, wenn er damit seinen Mitarbeiter loswird. Das ist oftmals günstiger, als Abfindungen oder Gerichtskosten.

Das Anforderungsprofil wird geändert

Dieser Trick wird gerne bei älteren Angestellten angewendet: Man ändert das Anforderungsprofil der Arbeitsstelle und verlangt vom längjährigen Mitarbeiter Aufgaben, bei denen sicher ist, dass er sie nicht schaffen kann.

Ganz gemeine Tricks der Chefs

Es geht aber noch fieser und gemeiner:

  • Der Chef ruft dauernd am Wochenende oder nach Feierabend an und lässt dem Mitarbeiter kaum Möglichkeiten zum Entspannen.
  • Der Mitarbeiter erhält plötzlich eine fristlose Kündigung und kein Gehalt mehr. Auch die Agentur für Arbeit zahlt kein Geld, denn sie hat vom Chef erfahren, dass der Mitarbeiter Schuld an der Kündigung trägt.
  • Gegenstände oder vertrauliche Dokumente werden dem Mitarbeiter untergeschoben. Die Entdeckung führt zur Kündigung.
  • Der PC des Mitarbeiters wird so präpariert, dass Pornos oder anderes belastendes Material darauf zu sehen ist.
  • Man ruft den Mitarbeiter zu einem Gespräch, an dem einige Führungskräfte teilnehmen. Lautstark muss der Mitarbeiter Vorwürfe über sich ergehen lassen und wird mit unfairen Fragen bombardiert. Antworten und sich rechtfertigen ist aber kaum möglich, da er sofort unterbrochen wird. Auf diese Weise versucht man den Angestellten weichzukochen, sodass er am Ende bereit ist, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben oder von sich aus zu kündigen.

Kann man sich gegen solche Tricks wehren?

Wird dem Mitarbeiter beispielsweise zu viel Arbeit aufgehalst, könnte er dem Chef sagen, dass er die Reihenfolge festlegen soll, damit die Aufgaben fristgerecht erledigt werden können. Allerdings wird sich der Boss garantiert etwas Neues einfallen lassen. Auch der Gang zum Anwalt ist bei manchen Tricks empfehlenswert, vor allem wenn der Trick den Mitarbeiter in eine finanzielle Notlage bringt oder sich für den weiteren beruflichen Weg negativ auswirkt.

Doch, auch wenn der Versuch des Chefs nicht erfolgreich war und er den Mitarbeiter nicht losgeworden ist, wird dieser Angestellte weiterhin in Ungnade beim Boss stehen und sich so manches gefallen lassen müssen. Dann sollte man überlegen, ob man weiterhin diesen Job behalten möchte oder sich besser nach einer anderen Firma umschaut. Der Chef hätte damit zwar seinen Willen bekommen, aber der Mitarbeiter hat klug gehandelt, denn er wird seine Gesundheit nicht für einen miesen Boss aufs Spiel setzen.

Weiterführende Infos zum Thema:

Wie bestrafen Chefs ihre Mitarbeiter?

Wenn der Mitarbeiter besser als sein Chef ist

Darf Ihr Chef das Weihnachtsgeld kürzen?

Abstellgleis im Büro: Degradierung vom Chef zum Mitarbeiter

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