Gehaltsspanne: Offizieranwärter/-in in Deutschland

 
2.594 €
2.925 €
3.299 €
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  • 2.925 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 2.594 € (Unteres Quartil) und 3.299 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Offizieranwärter/-in

 

Offizieranwärter und Offizieranwärterinnen sind angehende Soldaten und Soldatinnen, die sich in einer der Laufbahnen der Ausbildung zum Offizier bei der Bundeswehr befinden. Die Offizierslaufbahn kann in den Bereichen Heer, Luftwaffe, Marine oder Sanitätsdienst absolviert werden.

Offiziell zählen angehende Offiziere in den Laufbahnen des Sanitätsdienstes und des Militärmusikdienstes nicht zu den Offizieranwärtern, sondern tragen die Bezeichnungen Sanitätsoffizier-Anwärter (SanOA) und Militärmusikoffizier-Anwärter (MilMusikOA). Informell werden sie jedoch auch innerhalb der Bundeswehr zu den Offizieranwärtern gezählt.

Zu den Offizieranwärtern, oft Offiziersanwärter genannt, gehören neben Mannschaftsdienstgraden mit dem Zusatz "OA" die Unteroffiziersdienstgrade Fahnenjunker, Fähnrich und Oberfähnrich (Heer und Luftwaffe) bzw. Seekadett, Fähnrich zur See und Oberfähnrich zur See (Marine).

 
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Jobangebote für Offizieranwärter/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Was sind die Aufgaben eines Offizieranwärters?

Bevor Offizieranwärter die Laufbahngruppe der Offiziere erreichen, dienen sie als Gefreite, Obergefreite, Fahnenjunker (in der Marine Seekadetten), Fähnriche (in der Marine Fähnriche zur See) und Oberfähnriche (in der Marine Oberfähnriche zur See).

Nach ihrem Start als Rekruten steigen Offizieranwärter zu Beginn ihrer Laufbahn zunächst in die Dienstgradgruppe der Mannschaften ein, in der sie als Gefreite dienen. Als Gefreite haben sie ihre militärische Grundausbildung bereits abgeschlossen und werden beispielsweise als Wachsoldaten eingesetzt. Nach dem Abschluss einer Spezialausbildung können sie auch als Kraftfahrer, als Bediener von Waffensystemen, als Mechaniker oder als Gehilfen in Stäben dienen. Gefreite sind üblicherweise keine Vorgesetzten und können somit in der Regel keine Befehle erteilen.

Obergefreite nehmen ähnliche Aufgaben wie Gefreite wahr, sind diesen jedoch hierarchisch übergeordnet und können in einigen Fällen den ihnen dienstlich fachlich untergeordneten Soldaten Befehle erteilen.

Offizieranwärter im Dienstgrad der Fahnenjunker bzw. Seekadetten gehören zur Laufbahngruppe der Unteroffiziere und befinden sich in der Regel in einem der Ausbildungsabschnitte der Offiziersausbildung oder bereits im Studium. Daher dienen sie nicht dauerhaft in der Truppe, sondern nur im Rahmen von Truppenpraktika, bei denen sie unter anderem als Gruppenführer oder Truppführer eingesetzt werden und somit zum Teil Befehle an die ihnen hierarchisch oder fachlich unterstellten Soldaten erteilen können.

Auch in den Unteroffiziersdienstgraden Fähnrich bzw. Fähnrich zur See sowie Oberfähnrich bzw. Oberfähnrich zur See haben Offiziersanwärter ihr Studium in der Regel noch nicht beendet. Sie dienen sowohl im Rahmen von Truppenpraktika als stellvertretende Zugführer, Gruppenführer, Truppführer oder Kompanieführer als auch in Stäben und als Kommandanten gepanzerter Kampffahrzeuge. Sie sind befugt, ihnen untergeordneten Soldaten Befehle zur erteilen.

Als Dienstkleidung tragen Offizieranwärter eine Uniform mit einem Dienstgradabzeichen ihrer Dienstgradgruppe.

Einsatzbereiche von Offizieranwärtern

Offizieranwärter dienen bei der Bundeswehr und werden vor allem im Truppendienst im Heer, in der Luftwaffe oder in der Marine sowie im Sanitätsdienst eingesetzt. Während ihrer Zeit als Offizieranwärter dienen sie jedoch noch nicht dauerhaft in der Truppe, da sie ihr Studium bzw. ihre Berufsausbildung noch nicht beendet haben.

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Gehälter nach Bundesland: Offizieranwärter/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 3.063 €
Bayern: 2.989 €
Berlin: 2.821 €
Brandenburg: 2.572 €
Bremen: 2.862 €
Hamburg: 3.014 €
Hessen: 3.042 €
Mecklenburg-Vorpommern: 2.515 €
Niedersachsen: 2.794 €
Nordrhein-Westfalen: 2.936 €
Rheinland-Pfalz: 2.896 €
Saarland: 2.840 €
Sachsen: 2.581 €
Sachsen-Anhalt: 2.551 €
Schleswig-Holstein: 2.764 €
Thüringen: 2.578 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Ausbildung und Weiterbildung von Offizieranwärtern

Wer als Offizier bei der Bundeswehr dienen möchte, beginnt als Offizieranwärter eine Ausbildung zum Offizier, die in den folgenden Bereichen absolviert werden kann:

  • Heer
  • Luftwaffe
  • Marine
  • Sanitätsdienst

An einer staatlichen Universität haben Sanitätsoffizier-Anwärter außerdem die Möglichkeit, einen Abschluss in den Studiengängen Humanmedizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin oder Pharmazie zu erlangen.

Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Offiziersausbildung sind die deutsche Staatsbürgerschaft sowie das Abitur oder Fachabitur bzw. eine abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium. Für den Einstieg bei der Bundeswehr gilt ein Mindestalter von 17 Jahren und ein Höchstalter von 29 Jahren. Das Höchstalter tritt jedoch außer Kraft, wenn Bewerber bereits ein Studium abgeschlossen haben.

Zu Beginn der Ausbildung absolvieren Offizieranwärter aller Bereiche eine militärische Grundausbildung, die ihnen die nötigen Grundlagen für den Soldatenberuf vermittelt. In einem Offizierlehrgang, der Teil der meisten Offizierslaufbahnen ist, erlernen sie zusätzliche Kenntnisse, die sie auf eine Karriere in der Laufbahn der Offiziere vorbereitet und auf den von ihnen gewählten Bereich zugeschnitten ist. Die meisten Offizieranwärter absolvieren im Rahmen ihrer Ausbildung ein Studium an einer der Universitäten der Bundeswehr. Je nach Laufbahn können die angehenden Offiziere unter anderem aus folgenden Studiengängen wählen:

In den Offizierslaufbahnen der Bereiche Heer, Luftwaffe und Marine gehören außerdem Truppenpraktika zum Ausbildungsplan.

Nicht alle angehenden Offiziere absolvieren jedoch ein Studium bei der Bundeswehr – einige Offizieranwärter, vor allem Offiziere in den Laufbahnen des militärfachlichen Dienstes, schließen stattdessen eine Berufsausbildung ab, zum Beispiel zum Verwaltungsfachangestellten, zum Koch oder zum Kfz-Mechatroniker.

Offizieranwärter im Heer und in der Luftwaffe werden nach drei Monaten Dienstzeit zum Gefreiten und nach sechs Monaten Dienstzeit zum Obergefreiten ernannt. Nach 12 Monaten Dienstzeit folgt die Beförderung zum Fahnenjunker. Diese wird nach 21 Monaten gefolgt von der Ernennung zum Fähnrich und nach 2,5 Jahren zum Oberfähnrich. Drei Jahre Dienstzeit ermöglichen den Aufstieg in die Dienstgradgruppe der Leutnante, die mit dem Dienstgrad Leutnant beginnt und nach insgesamt 5,5 Jahren Dienstzeit mit dem Dienstgrad Oberleutnant fortgesetzt wird. Mit der Ernennung zum Leutnant haben Offizieranwärter die Laufbahngruppe der Offiziere erreicht. Nach acht Jahren Dienstzeit bei der Bundeswehr folgt die Beförderung zum Hauptmann, durch die Offiziere in die Dienstgradgruppe der Hauptleute aufsteigen.

Auch Offizieranwärter, die eine Laufbahn in der Marine durchlaufen, werden nach drei Monaten Dienstzeit zum Gefreiten und nach sechs Monaten Dienstzeit zum Obergefreiten ernannt. Nach 12 Monaten folgt bei ihnen die Beförderung zum Seekadetten. Nach 21 Monaten steigen sie zum Fähnrich zur See und nach 2,5 Jahren zum Oberfähnrich zur See auf. Drei Jahre Dienstzeit ermöglichen den Aufstieg in die Dienstgradgruppe der Leutnante: Nach drei Jahren Dienstzeit werden Offiziere bei der Marine zum Leutnant zur See und nach 5,5 Jahren Dienstzeit zum Oberleutnant zur See ernannt. Nach acht Jahren Dienstzeit erfolgt die Beförderung zum Kapitänleutnant und der damit verbundene Aufstieg in die Dienstgradgruppe der Hauptleute.

Die Offizierslaufbahn im Sanitätsdienst verläuft bis zum Dienstgrad der Leutnante genau wie die Laufbahn im Heer und in der Luftwaffe. Nach dem abgeschlossenen Studium im medizinischen oder pharmazeutischen Bereich und einer Weiterbildung in einer medizinischen Einrichtung der Bundeswehr ist mit der Vorlage der Approbation, also der staatlichen Zulassung zur Ausübung der Heilkunde, eine Beförderung zum Stabsarzt, Stabsapotheker oder Stabsveterinär möglich.

Körperliche Fitness und andere persönliche Voraussetzungen

Mit dem Beginn einer Laufbahn der Offiziere bei der Bundeswehr verpflichten sich Offizieranwärterinnen für mindestens 13 Jahre als Soldat bzw. Soldatin auf Zeit. Diese Mindestdienstzeit kann je nach Arbeitsbereich und Ausbildung auch bis zu 17 Jahre betragen – hierfür sollten also sowohl Bewusstsein als auch Bereitschaft bestehen. Außerdem sollten Offizieranwärterinnen eine Bereitschaft für die Teilnahme an Auslandseinsätzen der Bundeswehr sowie für eine bundesweite Versetzung mitbringen.

Weiterhin sind Teamfähigkeit, körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit für den Dienst bei der Bundeswehr essenziell.

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
3.019 €
 
7–9 Jahre
2.486 €
 
3–6 Jahre
2.320 €
 
< 3 Jahre
2.211 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
2.929 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
2.928 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
2.924 €
 
< 100 Mitarbeiter
2.918 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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