Gehaltsspanne: Paläontologe/-in in Deutschland

 
4.526 €
5.123 €
5.800 €
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  • 5.123 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter.
  • 4.526 € (Unteres Quartil) und 5.800 € (Oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen jeweils darunter bzw. darüber.
  • Die berechneten Werte beziehen sich auf die allgemeine Verteilung der Gehälter in diesem Beruf (unabhängig von Berufserfahrung, Personalverantwortung etc.).
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Bruttogehalt:
 

Paläontologe/-in

 

Die meisten Kinder bekommen noch immer große Augen, wenn sie Dinosaurier in einem Naturkundemuseum oder einer Dokumentation sehen. “Dinosaurierforscher” ist daher oft einer der ersten Berufswünsche von Jungen und Mädchen. Paläontologen und Paläontologinnen haben sich diesen Wunsch erfüllt. 

Im Gegensatz zu Archäologinnen und Archäologen, die sich mit geisteswissenschaftlichen Methoden mit der kulturellen Entwicklung des Menschen auseinandersetzen, versuchen Paläontologinnen und Paläontologen, die vorzeitliche Tier- und Pflanzenwelt zu erforschen. Die Paläontologie ist daher eine Naturwissenschaft, genauer gesagt ein Spezialgebiet der Biologie.

 
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Jobangebote für Paläontologe/-in

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Was macht man als Paläontologin?

Paläontologinnen versuchen anhand von Fossilien, Spuren und anderen Hinterlassenschaften, die vergangenen Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu rekonstruieren. Ihre Ergebnisse können Antworten auf aktuelle Fragen zu Artensterben, Klimawandel und Biodiversität liefern.

Im Rahmen von Feldforschungsprojekten sind Paläontologinnen an Ausgrabungen beteiligt. Sie bergen dabei versteinerte Pflanzenreste, Fossilien und auch Knochen, um diese später im Labor zu erforschen. Bereits während der Ausgrabung müssen Paläontologinnen ein geschultes Auge haben, wenn sie die Steine von den Versteinerungen und Knochen unterscheiden wollen. 

Im Labor bestimmen Paläontologinnen das Alter der Fundstücke und katalogisieren alle wichtigen Erkenntnisse und Daten. Bei Knochenfunden kann es vorkommen, dass aus diesen ein komplettes oder teils komplettes Skelett wiederhergestellt wird. 

Im Nachhinein lagern sie die Fundstücke fachgerecht oder stellen sie einem naturkundlichen Museum für eine Ausstellung zur Verfügung. Außerdem verfassen Paläontologinnen wissenschaftliche Arbeiten zu ihren Funden oder halten Vorträge auf Tagungen. 

Als Wissenschaftlerinnen spezialisieren sich Paläontologinnen in der Regel auf ein Fachgebiet und schließen sich manchmal mit Fachleuten aus diesen Disziplinen zu einem Forscherteam zusammen.

  • Biostratigraphie: zeitlich-räumliche Einordnung von Sedimentgesteinsformationen anhand des gefundenen Fossilieninhalts.
  • Paläozoologie und Paläobotanik: Spezialisierung auf Tierkunde oder Pflanzenkunde. Die Paläozoologie unterteilt sich in weitere Spezialisierungen wie zum Beispiel Paläoichthyologie (Fische) oder Paläomammalogie (Säugetiere). 
  • Paläobiogeographie: Untersuchung von der Verbreitung von Tier- oder Pflanzengruppen in der erdgeschichtlichen Vergangenheit.
  • Paläoökologie: Erforschung der Biodiversitätskrisen des Klimas der Vorzeit.
  • Phylogenetik: Erforschung der Verwandtschaftsverhältnisse fossiler Lebewesen.
  • Taphonomie: Untersuchung vom Absterben eines Individuums bis zum fertigen Fossil.

Die Kryptozoologie, die sich mit Fabelwesen, Tieren aus Sagen und Mythen (bspw. „Yeti“ oder „Nessie“) oder unbestätigten Sichtungen längst ausgestorbener Tiere befasst, gehört nicht zur Paläontologie. Sie wird eher als Pseudowissenschaft angesehen.

Wo arbeiten Paläontologen?

Ein Paläontologe ist in der Regel viel in der Feldforschung unterwegs und arbeitet daher vorrangig an der frischen Luft. Neben dem klassischen Betätigungsfeld im Grabungswesen oder der Forschung finden Paläontologen in vielen Branchen eine Anstellung. Zum Beispiel können Paläontologen in der Erdölindustrie, im Bergbau, in der Verwaltung oder auch im Bereich Umweltschutz tätig sein. 

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Gehälter nach Bundesland: Paläontologe/-in
Bruttogehalt:
Baden-Württemberg: 5.365 €
Bayern: 5.235 €
Berlin: 4.940 €
Brandenburg: 4.504 €
Bremen: 5.012 €
Hamburg: 5.279 €
Hessen: 5.328 €
Mecklenburg-Vorpommern: 4.405 €
Niedersachsen: 4.893 €
Nordrhein-Westfalen: 5.142 €
Rheinland-Pfalz: 5.073 €
Saarland: 4.975 €
Sachsen: 4.520 €
Sachsen-Anhalt: 4.468 €
Schleswig-Holstein: 4.840 €
Thüringen: 4.515 €
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
Minimum Maximum
Durchschnitt
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Wie wird man Paläontologin?

Neben einem ausgeprägten Interesse an Naturwissenschaften ist für den erfolgreichen Einstieg als Paläontologin ein Studium notwendig. In der Regel studiert eine Paläontologin Biologie oder Geologie im Bachelor, bevor in den letzten Semestern oder im Master eine Spezialisierung auf die Paläontologie stattfindet. An einigen Universitäten kann Paläontologie als Nebenfach im Bachelor gewählt werden. Wer Biologie oder Geologie studieren möchte, braucht die Allgemeine Hochschulreife, eine Fachhochschulreife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung. Beide Studiengänge setzen einen guten bis sehr guten Notendurchschnitt voraus. 

Im Laufe des Studiums eignen sich Paläontologinnen Wissen aus vielen verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen an. Zum Beispiel können Zoologie, Evolutionsbiologie, Geologie, Mineralogie, Sedimentologie, Tierpräparationen, Laborarbeiten, Kartografie, aber auch Physik und Chemie zu den Ausbildungsinhalten gehören. 

Bereits während des Studiums sammeln Paläontologinnen auf Ausgrabungen praktische Erfahrungen. Außerdem können Auslandssemester und Praktika außerhalb der Reihe als eine umfassende Weiterbildung während des Studiums dienen.  

Des Weiteren sind Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil, weil ein Großteil der Fachliteratur in englischer Sprache verfasst ist. Neben Fachliteratur, Onlinemedien, Kongressen oder anderen Fachveranstaltungen können sich Paläontologinnen jedoch auch mit Lehrgängen fortbilden. Insbesondere durch die voranschreitende Digitalisierung haben sich für das Berufsfeld viele neue technische Möglichkeiten ergeben, die den Berufsalltag erleichtern.

Persönliche Voraussetzungen: Fitness, Feingefühl und Fachkenntnis

Der Beruf des Paläontologen ist durch Film und Fernsehen stark romantisiert. Dabei handelt es sich um einen sehr anspruchsvollen Beruf, der weit über das Ausgraben von Dinosauriern hinausgeht. Neben der körperlichen Fitness, die für die Ausgrabungen notwendig ist, gehört eine gute Auge-Hand-Koordination zu den wichtigsten persönlichen Voraussetzungen eines Paläontologen. Außerdem sollten Personen, die bei Ausgrabungen tätig sind, mit verschiedenen Wetterbedingungen zurechtkommen und selbstverständlich kein Problem mit aufwirbelndem Staub haben. 

Neben diesen physischen Kompetenzen sollte ein angehender Paläontologe ein Verständnis für Chemie und handwerkliches Geschick mitbringen, um die Funde fachgerecht zu behandeln. Eine systematische Arbeitsweise und logisch analytisches Denken runden das persönliche Fähigkeitenprofil ab. 

Außerdem sollten soziale Kompetenzen im Arbeitsalltag eines Paläontologen nicht unterschätzt werden: Auf Grabungen wird er immer wieder mit verschiedenen Personen, auch aus diversen Kulturkreisen, zusammenarbeiten. 

 

Gehalt nach Berufserfahrung:

Bruttogehalt:
 
> 9 Jahre
5.846 €
 
7–9 Jahre
5.038 €
 
3–6 Jahre
4.809 €
 
< 3 Jahre
4.638 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
 

Gehalt nach Unternehmensgröße:

Bruttogehalt:
 
> 20.000 Mitarbeiter
6.524 €
 
1.001 – 20.000 Mitarbeiter
5.682 €
 
101 – 1.000 Mitarbeiter
5.191 €
 
< 100 Mitarbeiter
4.533 €
 
 
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden.
 
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