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Berufseinstieg nach dem Studium – stimmt auch das Gehalt?

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Kategorie: Ausbildung & Berufseinstieg
12.10.2017
©GEHALT.de

Der erste Job nach dem Studium kommt nicht von alleine. Absolventen müssen sich mit knallharten Personalchefs, schriftlichen Absagen und einer starken Konkurrenz herumschlagen. Wenn dann die Zusage seitens des Unternehmens endlich kommt, sollte natürlich auch die Bezahlung stimmen. Aber wie viel verdienen eigentlich junge Akademiker in ihrem ersten richtigen Job?

Um Unternehmen und jungen Akademikern eine Orientierungshilfe bieten zu können, haben wir 14.760 Daten analysiert, um der Frage nachzugehen, in welchen Branchen die besten und die schlechtesten Gehälter für Bachelor- oder Masterabsolventen gezahlt werden. Relevant waren hierbei alle Beschäftigten, die nicht schon länger als drei Jahre im Berufsleben tätig sind. Denn wie die vielen verschiedenen Tätigkeitsfelder, bewegen sich auch die Einstiegsgehälter in einem großen Spektrum. Während in einigen Branchen anfangs schon mit fast 60.000 Euro jährlich gerechnet werden kann, bewegt sich das Jahreseinkommen in anderen Berufsgruppen teilweise unter 30.000 Euro.

Der Master lohnt sich!

Masteranden steigen mit einem höheren Einkommen als Bachelorabsolventen ein, denn mit einem Jahreseinkommen von fast 46.000 Euro verdienen sie jährlich circa 6.000 Euro mehr. Allerdings lohnt sich der höhere Studienabschluss vor allem auf längere Sicht. Wer also schneller die Karriereleiter hochklettern möchte, sollte definitiv einen Masterabschluss in Betracht ziehen.

 

 

Q1

Median

Q3

Bachelorabsolventen

34.261 €

39.550 €

42.019 €

Masterabsolventen

39.600 €

45.822 €

47.544 €

Auf Platz 1: Bachelorabsolventen in der Bankenbranche

Die Liste der bestbezahltesten Einstiegsgehälter für Bachelorabsolventen wird von einer Anstellung im Aktiv- und Passivgeschäft in der Bankenbranche angeführt. In diesem Bereich liegt das Einkommen bei fast 54.000 Euro jährlich. Es folgt das Jahreseinkommen eines Key-Account-Managers mit 52.800 Euro und das eines Ingenieures in der Instandhaltung mit 52.000 Euro. Auch in der technischen Forschung und Entwicklung können Bachelorabsolventen ein gutes jährliches Einkommen von circa 50.000 Euro verzeichnen. Der Test- und Versuchsingenieur belegt den fünften Platz und kann mit 49.400 Euro nur leicht an der 50.000 Euro-Marke kratzen.

 

Berufe für Bachelorabsolventen

Q1

Median

Q3

1

Aktiv-/Passivgeschäft Bank

45.163 €

53.996 €

65.948 €

2

(Key) Account-Management, Investitionsgüter

42.681 €

52.789 €

59.294 €

3

Ingenieure in der Instandhaltung

42.631 €

52.044 €

59.259 €

4

Technische F & E

45.406 €

50.124 €

58.047 €

5

Test- und Versuchsingenieur

45.453 €

49.389 €

54.205 €

27.300 Euro für Steuerfachangestellte mit Bachelorabschluss

Die Steuerfachangestellten gehen anfangs verhältnismäßig leer aus: Gerade einmal 27.300 Euro verdient der Absolvent jährlich. Fast genauso schlecht trifft es die Grafiker und Berufseinsteiger, die fachliche Zuarbeit im Rechtsbereich leisten – beide Berufsgruppen kommen auf knapp 28.100 Euro im Jahr. Auch in der Medienbranche wird Kreativität wenig belohnt, denn hier erhalten Berufseinsteiger in TV-, Funk- oder Print-Produktionen ein Jahresgehalt von gerade einmal 29.600 Euro. Das Jahreseinkommen einer Laborkraft bewegt sich im selben Bereich.

 

Berufe für Bachelorabsolventen

Q1

Median

Q3

1

Steuerfachangestellte /-fachwirt /-fachgehilfe

25.124 €

27.346 €

32.428 €

2

Gestaltung / Grafik

24.756 €

28.101 €

32.231 €

3

fachliche Zuarbeit Recht, ReNo

20.849 €

28.374 €

33.715 €

4

Produktion (Print, TV, Funk...)

25.935 €

29.602 €

34.811 €

5

Laborkraft

27.175 €

29.633 €

36.325 €

Top-Berufe für Masterabsolventen: Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Masterabsolventen, die einen Job als Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer ergattern, können sich glücklich schätzen. Mit 57.500 Euro jährlich führen sie die Rangliste der Einstiegsgehälter für Masteranden an, gefolgt von den Absolventen im Risk-Management und -Controlling mit 56.900 Euro. Knapp darunter bewegen sich das jährliche Einkommen im Asset Management in der Immobilienbranche mit 55.000 Euro und das eines Versicherungsmathematikers mit 54.300 Euro. In der technischen Forschung und Entwicklung liegt das anfängliche Gehalt, wie das eines Bachelorabsolventen, verhältnismäßig hoch: 52.600 Euro jährlich verdienen Masterabsolventen in ihrem ersten Job in der Branche.

 

Berufe für Masterabsolventen

Q1

Median

Q3

1

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

51.034 €

57.500 €

61.270 €

2

Risk-Management, Risk-Controlling

48.743 €

56.885 €

61.389 €

3

Asset Management, Immobilien

49.916 €

55.055 €

58.589 €

4

Versicherungsmathematik

49.109 €

54.344 €

57.611 €

5

Technische F & E

47.364 €

52.552 €

61.543 €

Architekten mit Master starten schwach

Wer einen Master macht, um später als Architekt in das Berufsleben einzusteigen, muss sich erst einmal mit weniger Einkommen zufrieden geben: Absolventen gehen hier mit einem Gehalt von 32.400 Euro jährlich nach Hause. Etwas mehr bekommen Sozialarbeiter sowie Sozialpädagogen mit 32.700 und Redakteure mit 32.900 Euro. Im Kulturmanagement (33.200 Euro) und in der Eventbranche (34.000 Euro) überschreitet das Jahreseinkommen zumindest die 33.000 Euro-Grenze.

 

Berufe für Masterabsolventen

Q1

Median

Q3

1

Architekt

29.610 €

32.400 €

36.343 €

2

Sozialarbeit/Sozialpädagoge

30.539 €

32.692 €

38.076 €

3

Redaktion

27.954 €

32.911 €

39.261 €

4

Kulturmanagement

28.309 €

33.154 €

36.071 €

5

Event

30.570 €

33.903 €

39.050 €

Aller Anfang ist schwer

Nach einem vier-, sechs- oder gar achtjährigem Studium, reichlich investierter Zeit und dem Verlust zahlreicher Nerven haben die meisten Absolventen den Anspruch, gutes Geld zu verdienen. Allerdings setzen viele Unternehmen für mehr Gehalt auch einige Jahre Berufserfahrung voraus, die den meisten Studienabgängern letztendlich fehlen. In diesem Fall zahlt sich in vielen Bereichen Geduld aus, da nach ein paar Jahren im festen Job die geforderten Erfahrungen gesammelt und somit auch das Gehalt stimmen sollte. Weiterbildungsmaßnahmen, wie ein Masterabschluss oder eine Promotion, lohnen sich in vielen Branchen – unter anderem auch nachzulesen in unserer News über den Einfluss des Doktortitels auf das Gehalt. Für alle, die eine Führungsposition anstreben, mehr Verantwortung übernehmen und ihr Gehalt aufstocken wollen, ist ein höherer Abschluss der richtige Schritt.

Wer sich den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern möchte, sollte sich schon während des Studiums mit der Frage beschäftigen, wo es später eigentlich hin gehen soll. Zusätzliche Praktika in den präferierten Bereichen und ein weiterführender Werkstudentenjob können die geforderte Berufserfahrung seitens der Arbeitnehmer teilweise bedienen. So können schon früh die ersten Weichen für ein gutes Einstiegsgehalt gestellt werden.

Keine falsche Bescheidenheit!

Junge Absolventen freuen sich über den ersten richtigen Job natürlich umso mehr und sind mit dem ersten Angebot schnell zufrieden gestellt. Zu Unrecht, denn sie bringen meist auch Fähigkeiten mit, die dem potenziellen Arbeitgeber zu Gute kommen. In einem Gespräch mit dem Vorgesetzten kann ein besseres Gehalt oder andere Boni, wie eine Fahrkarte für den Nahverkehr oder mehr Urlaubstage, ausgehandelt werden. Ein selbstbewusstes Auftreten sowie konkrete Forderungen und Ansprüche im Gespräch sind dabei besonders hilfreich – die zehn größten Fehler, die dabei auf keinen Fall gemacht werden sollten, haben wir ebenfalls auf Gehalt.de zusammengefasst. Neben der Branche gibt es natürlich auch noch andere Faktoren, die das Einstiegsgehalt beeinflussen können – wie zum Beispiel die Größe des Unternehmens oder der Standort des Arbeitgebers, acht weitere finden Sie ausführlich beschrieben in unserer News zu den zehn Faktoren, die das Gehalt beeinflussen. Dabei sollten sich Absolventen im Voraus genauestens informieren, wie viel ein Arbeitnehmer mit denselben Kenntnissen und Qualifikationen durchschnittlich verdient, beispielsweise auf Vergleichsportalen wie Gehalt.de.

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