Was verdient eigentlich ein …?
Ergebnisse verbessern
- jetzt Ort hinzufügen!

Kompressoren – Brancheninformationen

Kompressoren dienen zur Verdichtung von Gasen und sind aus der Industrie, dem Handwerk und auch zunehmend dem privaten Bereich nicht mehr wegzudenken. Autobesitzer benötigen einen Kompressor zum Aufpumpen der Reifen, Bastler und Heimwerker zum Betrieb von Werkzeugen und Farbspritzpistolen und in fast jedem herstellenden Unternehmen erzeugt ein zentraler Kompressor Druckluft zum Betrieb von Maschinen, Automaten und Vorrichtungen. In Fahrzeugen erzeugt ein Verdichter Druckluft zum Betrieb der Bremsen. Und sogar im Kühlschrank befindet sich ein Kompressor, der das Kältemittel verdichtet. Der bewährte Kolbenkompressor zählt zu den Klassikern unter den Verdichtern und zeichnet sich durch seine kostengünstige Herstellung aus.

In der Industrie finden sich Verdichter, die nach dem Schrauben-, Drehkolben- oder Turboprinzip arbeiten. Sie besitzen einen höheren Wirkungsgrad und aufgrund des Fehlens oszillierender Massen eine geringere Geräuschentwicklung. Außerdem bauen Rotationsverdichter den Druck kontinuierlich und gleichmäßig auf. Der maximal zu erreichende Überdruck beträgt rund 30 bar. Ihr wesentlicher Nachteil liegt in den hohen Fertigungskosten der Rotoren, bedingt durch die erforderliche Präzision und dem Einsatz spezieller Werkstoffe. Auf dem Markt sind Rotationsverdichter in verschiedenen Leistungsklassen und Antriebsvarianten zu finden. Kompressoren gibt es sowohl für den stationären als auch den transportablen Einsatz.

Vor allem größere Unternehmen verfügen über zentrale Verdichterstationen, für deren Betrieb und Wartung eigens ausgebildetes Personal erforderlich ist. Der Betrieb von Kompressoren ist an gesetzlich festgelegte Auflagen gebunden, um Unfälle und Sachschäden durch Explosionen zu vermeiden. Das mit der Bedienung betraute Personal muss über eine einschlägige Ausbildung verfügen, die mit einer Prüfung abschließt. Neben technischem Verständnis sind fachspezifische und vor allem sicherheitstechnische Kenntnisse Voraussetzung für einen gefahrlosen Betrieb von Verdichtern und Druckluftanlagen. Aus diesem Grunde haben sich eigene Unternehmen auf die Projektierung, den Bau und die nachfolgende Betreuung von Verdichteranlagen spezialisiert, zu deren Kunden meist kleinere und mittlere Betriebe gehören. Bedingung für einen beruflichen Einstieg ist eine abgeschlossene Ausbildung als Maschinenbauer oder -schlosser.

Bei entsprechender Eignung und eigenem Interesse kann eine Weiterbildung durch ein Studium an einer Fachhochschule für Maschinenbau oder einer artverwandten Fachrichtung erfolgen, die mit einem Ingenieur für Maschinen- und Anlagenbau abschließt. Der sichere Umgang mit der Technik sollte ebenso vertraut sein wie einwandfreie Kenntnisse über die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen und Richtlinien. Aufgrund der hohen Nachfrage bei der Errichtung und Betreuung von Verdichter- und Druckluftanlagen bestehen in zahlreichen Unternehmen gute Chancen auf eine unbefristete Anstellung mit einem entsprechenden Gehalt und weiteren Vergünstigungen. Da die Betreuung von Druckluft- und Verdichteranlagen mit einer Reisetätigkeit verbunden ist, sind Mobilität und Flexibilität ebenso gefragt wie der Spaß am Umgang mit Menschen.

Neben der Planung, Projektierung und dem Bau von Verdichteranlagen gehört auch die ständige Überwachung der Anlagen zu den wichtigsten Aufgaben. Diese erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Prüfstelle des Technischen Überwachungsvereins (TÜV), welche die gesamte Druckluftanlage einschließlich der Kompressoren in festgelegten Zeitabständen auf ihre Sicherheit hin überprüft und bei Mängeln Auflagen zu ihrer Beseitigung erteilt. Diese Überprüfungen bilden die Grundlage für einen sicheren und gefahrlosen Betrieb.

Das könnte Sie auch interessieren

Branchen von A bis Z

Verdienen Sie genug?

Vergleichen Sie jetzt kostenlos und anonym Ihr Gehalt.

Jetzt Gehalt vergleichen
Gehalt.detrust-pilot trustsiegel
Wir verwenden Cookies, damit Sie den besten Service genießen können. Details ansehen