Was verdient eigentlich ein …?

Recruiting, Personalmarketing – Brancheninformationen

Das Personalmarketing gehört zu den vielfältigen Aufgaben eines Unternehmens. Die Aktivitäten verfolgen das Ziel, langfristig das Vorhandensein von motivierten, qualifizierten Angestellten zu sichern. Folglich richtet das Personalmarketing seinen Fokus auf eingestellte Mitarbeiter sowie potenzielle Arbeitnehmer. Daraus ergeben sich zwei große Themenkomplexe: das interne und das externe Personalmarketing. Die internen Aktivitäten des Marketings befassen sich mit den vorhandenen Arbeitskräften. Demgegenüber beschäftigt sich der externe Teil mit künftigen, neuen Mitarbeitern.

Alternativ verwendet die Branche für Personalmarketing den englischen Begriff "Recruiting". Die zugehörige deutsche Übersetzung lautet "Personalbeschaffung". Das Wort Personalbeschaffung erweckt den falschen Eindruck, Recruiting beziehe sich lediglich auf das externe Personalmarketing. Allerdings untergliedert sich die Beschaffung neuer Mitarbeiter gleichermaßen in interne sowie externe Aufgaben. Folglich besitzen die beiden Begriffe eine synonyme Bedeutung.

Die Aufgaben und die daraus folgenden Tätigkeiten der Personalbeschaffung ähneln sich in den Unternehmen. Ferner sind passende Angebote zur Ausbildung, zum Studium und zur Weiterbildung verfügbar. Demnach handelt es sich um eine eigene Branche. Die für das Personalmarketing zuständigen Personen arbeiten jedoch in Unternehmen, das einem anderen Wirtschaftssektor angehört. Dort bringen sie ihre Kompetenzen und ihr Know-how ein.

Ausbildungen für das Personalmarketing

Interessierte legen mit einem Studium oder einer Ausbildung den Grundstein für ihre spätere Arbeit im Personalmarketing. Eine Option stellt die kaufmännische Ausbildung dar. Anschließend ist es möglich, an der Fortbildung zum Personalfachkaufmann teilzunehmen. Die Weiterbildung endet mit einer Prüfung der Industrie- und Handelskammer (kurz IHK). Alternativ bietet die IHK seit Sommer 2008 eine speziell auf Personal zugeschnittene Ausbildung an. Es handelt sich um den Personaldienstleistungskaufmann. Besagte Ausbildung stellt eine Reaktion auf den erhöhten Bedarf an qualifizierten Fachkräften bei Dienstleistern aus der Personalbranche dar. Im direkten Vergleich stehen die Chancen der Personalfachkaufmänner besser. Sie weisen zusätzlich eine grundlegende kaufmännische Ausbildung vor. Darüber hinaus besitzen sie Berufserfahrung aus der Zeit vor der Weiterbildung. Deshalb übernehmen sie Führungsaufgaben; unter anderem in der Personalbeschaffung.

Recruiting: BWL-Studium mit Schwerpunkt Personal

Hinsichtlich eines Studiums setzen die Unternehmen beim Personalmarketing zum Beispiel einen BWL-Studiengang voraus. Idealerweise legte der Bewerber dabei den Schwerpunkt (über die Vertiefungsfächer) auf das Personalwesen. Nochmals bessere Voraussetzung schafft ein auf das Personalmanagement spezialisierter Studiengang. Entsprechende Angebote sind jedoch selten. Im Anschluss stehen Aufbaustudiengänge mit Fokus auf Human Resources (kurz HR) zur Auswahl. Die Master-Angebote absolvieren die Personaler teilweise berufsbegleitend. Mit einem Aufbaustudium verbessern sich die Karriereaussichten in der Branche.

Nach beendeter Ausbildung oder erfolgreich absolviertem Studium warten im Personalmarketing unterschiedliche Aufgaben. Die interne Personalbeschaffung verfolgt das Ziel der Optimierung des vorhandenen Personals. Dazu organisieren die Verantwortlichen Schulungen zur Personalentwicklung. Das Coaching erweitert die Kompetenzen der Mitarbeiter und bereitet sie auf Situationen und Aufgaben vor. Zusätzlich setzt das interne Recruiting die Angestellten nach ihren Qualifikationen ein. Das zugehörige Inplacement versetzt einen Mitarbeiter an eine anspruchsvollere Stelle, nachdem er seine Kompetenzen verbesserte. Bei offenen Stellen findet eine innerbetriebliche Ausschreibung statt. Sie fordert das vorhandene Personal auf, sich auf die freien Posten zu bewerben.

Externes Recruiting: neues Personal aus dem Umfeld des Unternehmens

Die interne Stellenausschreibung stellt nicht zwangsläufig eine Reaktion auf zu besetzende Jobs dar. Abhängig von Bedarf und Stellenprofil sucht das Recruiting geeignetes Personal aus dem externen Umfeld. Die externe Personalbeschaffung untergliedert sich in passive und aktive Tätigkeiten.

Das Bearbeiten von Initiativbewerbungen gehört zum passiven Recruiting. Demgegenüber spricht das aktive Recruiting gezielt Bewerber über verschiedene Kanäle und Medien an. Es besteht Bedarf am aktiven Personalmarketing, wenn Stellen offen sind. Diesbezüglich weckt die Personalabteilung mithilfe von Annoncen die Aufmerksamkeit potenzieller Bewerber. Zusätzlich findet eine Veröffentlichung der Stellenanzeige auf der Homepage des Unternehmens statt. Eine weitere Option integriert einen Vermittler. Dazu zählen Jobbörsen im Internet, Kontakte an den Hochschulen oder Agenturen für die Personalvermittlung.

Gehalt im Personalmarketing und Recruiting

Innerhalb des Personalmarketings stehen verschiedene Aufgaben an. Zusätzlich teilen die Experten ihr Wissen. Sie treten als Referenten auf, um das Recruiting in anderen Unternehmen zu verbessern. Aus der breiten Spanne der möglichen Aktivitäten resultiert ein gleichermaßen breites Gehaltsspektrum. Der Lohn des angesprochenen Personalreferenten liegt im Durchschnitt unter Berufseinsteigern bei 45.000 Euro im Jahr. Mit zunehmender Berufsdauer steigt der Verdienst. Der Mittelwert – bei mehr als zehn Jahren Erfahrung – beträgt rund 60.000 Euro. Spitzenverdiener weisen ein Einkommen von über 70.000 Euro jährlich vor. Bei Personalsachbearbeitern ist das Gehalt geringer. Zwar liegt der Durchschnittslohn bei 41.000 Euro, die Spanne ist jedoch kleiner. Die Top-Werte nach zehn Jahren Berufserfahrung liegen durchschnittlich unterhalb der Grenze von 50.000 Euro. In leitenden Positionen im Personalmarketing beziehungsweise Recruiting fällt das Gehalt höher aus. Abteilungsleiter erhalten für ihre Arbeit Vergütungen von bis zu 80.000 Euro im Jahr.

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