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Messe / Messegesellschaften – Brancheninformationen

Die Messe bezeichnet der Schweizer als Salon. Sie bezeichnet eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Marketing-Veranstaltung. Verkäufer und Produzenten stellen ihre Ware aus, führen diese vor und verkaufen sie. Die Besucher der Messe vergleichen die verschiedenen Anbieter und ihre Waren. Damit bekommen sie einen Überblick über die derzeitig herrschende Marktsituation. Für die Aussteller geht es um die Kunden-Akquisition, den steigenden Bekanntheitsgrad und den Informationsaustausch. Die gesamte Wirtschaft betrachtend, führen Messen zu einer Markttransparenz. Im Idealfall lösen sie regionale Beschäftigungseffekte aus.

Der Begriff Messe und seine Unterscheidungen

Im Mittelalter charakterisiert der Ausdruck Messe einen Waren- oder Geldmarkt. Dieser fand einmal im Jahr an mehreren Tagen statt und grenzte sich aufgrund der überregionalen Tragweite vom Jahrmarkt ab. Besonders an den Schnittpunkten großer Handelswege entstanden bedeutende Messen. Zu den bekanntesten gehören Leipzig, Frankfurt am Main und Köln.

Der Messebegriff differenziert sich in Waren- und Mustermessen. Warenmessen dienen hauptsächlich als Verkaufs-Veranstaltungen. Dagegen bestellt der Kunde bei der Mustermesse seine gewünschten Produkte auf Grundlage eines Musterangebots. Die Vorbereitung von Geschäftsabschlüssen dominiert auf heutigen Messen. Informationen über Ware und Leistung verbinden sich mit der persönlichen Kommunikation. Laut Gewerbeordnung (GewO) unterscheidet die zeitliche Wiederkehr eine Messe von einer Ausstellung.

Berufe im Bereich Messe und Messegesellschaft

Deutsche Messen verzeichnen durchschnittlich einen Besucheransturm von zehn Millionen pro Jahr. Der Verband der Deutschen Messewirtschaft (AUMA) schreibt, dass Deutschland jährlich 178 Messen mit regionaler oder überregionaler Bedeutung abhält. Dazu teilen sich die Messen in Fach- und Publikumsmessen. Daneben erscheinen Mischformen, die sich an mehrere Zielgruppen richten.

Um einen reibungslosen Ablauf zu sichern, existiert eine Vielzahl von Berufen "hinter den Kulissen". Derzeit bietet die Messewirtschaft 226.000 Vollzeitstellen an. Das veröffentlichte der Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. Die Gemeinschaft Deutscher Großmessen (GDG) sagt weitere Steigerungen in der Branche voraus. Die GDG umfasst die sieben großen Deutschen Messegesellschaften. Dazu zählen: die Kölnmesse, die Messe Frankfurt, die Messe Berlin, die Deutsche Messe AG (Hannover), die Messe Düsseldorf, die Messe München und die Nürnbergmesse. Berufe auf Messen gibt es zahlreich. Interviewer, Callcenteragenten und Flyer-Verteiler kümmern sich um die Akquise. Zusammen mit den Messe-Hostessen und Moderatoren gehört dieser Bereich zum Komplex der Promotion. VIP-Betreuer und Servicekräfte zählen zum Servicepersonal. Ein kreatives Betätigungsfeld erhalten Dekorateure, während sich Mystery-Shopper als Warentester betätigen.

Messe-Standorte und Unterscheidungs-Möglichkeiten

Eine Ausstellung regionaler Veranstalter zeigt das Angebot einer Region dem privaten Publikum. Die Ware sortiert sich regional, nicht nach dem Wirtschaftszweig. Als Beispiel erscheint die "Euregio Maas-Rhein". Die Messe als überregionale Veranstaltung präsentiert Angebote einer oder mehrerer Branchen. Bei Gewerbeschau und Handelsmesse unterscheiden sich Produzent und Vertrieb. Die Hausmesse nimmt eine Sonderform ein. Hier tritt der Anbieter als Veranstalter auf.

2011 erzielten alle deutschen Messegesellschaften zusammen einen Umsatz von 2,85 Milliarden Euro. Laut AUMA stammt die Hälfte der führenden Messegesellschaften weltweit aus Deutschland. Dabei treten sie selbst als Veranstalter auf oder vermieten das Gelände an Gastveranstalter. Beispielhaft tritt in Frankfurt am Main die Frankfurter Buchmesse auf. In Berlin findet jährlich die Grüne Woche statt, auf die dasselbe zutrifft. Messegesellschaften im Bundesgebiet besitzen eine kommunale Gesellschaftsstruktur. Daher heben sich deutsche Messen insbesondere von amerikanischen Gesellschaften ab. Mit der größten Hallenkapazität trumpft die Deutsche Messe Hannover. Sie umfasst 470.167 Quadratmeter. Das größte Freigelände mit 360.000 Quadratmetern weist die Messe München auf.

Das Gehalt in Messegesellschaften und Messen und weitere Informationen

Der Messemanager gestaltet die geeignete Umgebung zur Kundenfindung mit. Als Studium eignet sich die Betriebswirtschaftslehre. Das Durchschnittsgehalt für die kaufmännische Leitung beträgt 60.187 Euro. Bachelor-, Master- und der Diplomabschluss folgen einem Studium als Betriebswirt. Dem Studienabschluss entsprechend entsteht ein Entgelt von 49.000 bis 58.000 Euro. Im Bereich Transport und Logistik erreicht der Versandleiter ein durchschnittliches Gehalt von 39.185 Euro. Angestellte in Führungspositionen bezahlen Unternehmen bis zu 74.800 Euro. Der Betriebsleiter verdient im Schnitt 95.000 Euro.

Im Promotion-Bereich erhält der Callcenter-Manager ein Grundgehalt von 51.000 Euro. Durch mindestens sieben Jahre Berufserfahrung steigert sich dieses auf 60.000-66.000 Euro. Angestellte in der Kommunikations-Branche (PR) erhalten ein Einstiegsgehalt von 34.800 Euro. Beschäftigte im Sekretariat erwartet ein durchschnittliches Entgelt von 28.500 Euro. Der Verdienst von Messe-Hostessen berechnet sich regional unterschiedlich. In Westdeutschland verdient eine Hostess ohne Zusatzqualifikationen zehn bis zwölf Euro in der Stunde. Dagegen beträgt der Stundenlohn in Ostdeutschland im Schnitt acht Euro. Die Aufgaben teilen sich in den Informations-Service und das Catering. Als Zusatzqualifikationen zählen Fremdsprachen-Kenntnisse oder Erfahrungen im Verkauf. Löhne bis 20 Euro in der Stunde erscheinen realistisch.

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