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Medizinprodukteberater/-in – Berufsbild

Medizinprodukteberater und Medizinprodukteberaterinnen übernehmen beratende und kaufmännische Aufgaben im Vertrieb von medizinischen Produkten an Arztpraxen und ambulante Pflegedienste.

Für diesen Beruf findet auch die Bezeichnung Fachverkäufer bzw. Fachverkäuferin für Medizintechnik und medizinische Einrichtungen Verwendung.

Was macht ein Medizinprodukteberater?

Die Hauptaufgabe eines Medizinprodukteberaters besteht darin, Kunden wie Arztpraxen beim Kauf von Spritzen, Kathetern, Implantaten und anderen medizinischen Utensilien zu beraten. Ambulante Pflegedienste und Privatkunden unterstützt der Medizinprodukteberater bei der Auswahl von mobilen medizinischen Geräten. Unter anderem informiert er seine Kunden über die richtige Verwendung und die Qualität der Produkte.

Der Medizinprodukteberater übt seine Arbeit hauptsächlich im Außendienst aus. In einigen Fällen ist er allerdings auch in Verkaufsräumen tätig. Er übernimmt die Abwicklung von Verkäufen und Reklamationen und sorgt dafür, dass die Ware ansprechend präsentiert wird. Auch die Akquise von Neukunden kann in den Aufgabenbereich des Medizinprodukteberaters fallen.

Wenn ein Kunde ein Produkt gekauft hat, sorgt der Medizinprodukteberater dafür, dass das Gerät korrekt installiert wird, und informiert die Benutzer über die fachgerechte Bedienung. In einigen Fällen überprüft er, ob Geräte, die bereits gekauft wurden und in Gebrauch sind, korrekt eingestellt sind und funktionieren.

Auch einige kaufmännische Tätigkeiten gehören zu den Aufgaben von Medizinproduktberatern. Unter anderem führen sie Verhandlungen mit Lieferanten durch, kontrollieren die Rechnungen und behalten den Wareneingang und die Lagerhaltung im Blick. Außerdem gehören die Bestellung neuer Ware und die Durchführung von Inventuren zu ihrem Arbeitsalltag. Zusätzlich sind Medizinprodukteberater häufig für die Planung und die Umsetzung von Marketingmaßnahmen zuständig.

Der Weg zur Medizinprodukteberaterin

Für die Arbeit als Medizinprodukteberaterin ist in den meisten Fällen eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich des Groß- oder Einzelhandels erforderlich. Auch eine Aus- oder Weiterbildung in der Medizintechnik ermöglicht eine Karriere als Medizinprodukteberaterin. Mögliche Wege in den Beruf sind beispielsweise eine Ausbildung zur Assistentin für medizinische Gerätetechnik oder eine Weiterbildung zur Staatlich geprüften Technikerin der Fachrichtung Medizintechnik. Häufig ist es mit einjähriger oder längerer Berufserfahrung in einem ähnlichen Arbeitsbereich auch möglich, ohne eine weitere Aus- oder Weiterbildung in diesem Beruf Fuß zu fassen.

Wichtige Fähigkeiten für die Arbeit als Medizinprodukteberaterin sind kaufmännisches Denken, Serviceorientierung und Kommunikationsstärke.

Medizinprodukteberaterinnen, die eine berufliche Weiterentwicklung anstreben, können beispielsweise eine Weiterbildung zur Handelsfachwirtin oder zur Fachberaterin im Vertrieb absolvieren. Auch ein Studium kann gegebenenfalls für Führungsaufgaben qualifizieren. Naheliegend sind unter anderem die Studiengänge Handelsbetriebswirtschaft, Medizinische Technik sowie Orthopädie- und Rehatechnik.

Mithilfe von Anpassungsweiterbildungen können Medizinprodukteberaterinnen ihre beruflichen Kenntnisse auffrischen oder in bestimmten Bereichen vertiefen. Hierfür stehen unter anderem die folgenden Themenbereiche zur Wahl:

  • Waren-, Produkt-, Verkaufs- und Sachkunde
  • Verkaufsgespräch, Verkaufsberatung und Verkaufstechniken
  • Werbung und Verkaufsförderung
  • Handels- und Gesellschaftsrecht

Einsatzmöglichkeiten für Medizinprodukteberater

Medizinprodukteberater finden vor allem im Groß- und Einzelhandel eine Anstellung. Unter anderem arbeiten sie dort in Fachgeschäften für Medizintechnik und medizinische Einrichtungen und im Sanitätsfachhandel.

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