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Verlage – Brancheninformationen

Am geläufigsten ist dem Verbraucher wohl der Buchverlag. Doch Verlage sind in vielen weiteren Bereichen tätig. Es handelt sich dabei um Medienunternehmen, die neben literarischen Werken auch Zeitungen, Zeitschriften, Kunst, Musik und Filme vertreibt. Die meisten Verlage sind im Bereich der Unterhaltung tätig, es gibt aber auch zahlreiche Unternehmen, die wissenschaftliche Werke publizieren.

Verlage arbeiten in Deutschland auf der Grundlage des Verlagsgesetzes, das 1901 erlassen und in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach geändert wurde. Die Gültigkeit dieses Gesetzes beschränkt sich allerdings lediglich auf Musik- und Literaturverlage. Darin werden unter anderem die Honorare und die Rücktrittsrechte der Verfasser geregelt. Die Zusammenarbeit zwischen Verlag und den Urhebern wird im sogenannten Verlagsvertrag geregelt. Der Urheber überlässt dem Verlag sein Werk, der es auf eigenes unternehmerisches Risiko verlegt und vertreibt. Um Streitigkeiten möglichst zu vermeiden, sind weitere Einzelheiten im Urheberrechtsgesetz geregelt. Nachdem der Urheber sein Werk einem Verlag überlassen hat, ist dieser für Finanzierung, Herstellung und Vertrieb verantwortlich. Hier gibt es keine gravierenden Unterschiede zwischen literarischen Verlagen und Musikverlagen.

Entwickelt hat sich das Verlagswesen, nachdem sich der Buchdruck endgültig durchgesetzt hatte. Relativ schnell splittete sich das Verlagswesen in verschiedene Sparten auf, wobei die Grenzen nach wie vor fließend sind. Beispielsweise waren in den ersten Jahren und Jahrzehnten Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften sehr beliebt, die später in Buchform erschienen sind. Einen großen Umbruch erlebten Verlage in den 1990er Jahren, als das Internet zum neuen Massenmedium wurde. Zahlreiche Verlage sind deshalb dazu übergegangen, Werke zunächst elektronisch zu veröffentlichen, bevor sie in den Druck eines Buches oder die Produktion einer CD investieren.

Heute unterscheidet man Verlage vor allem nach den wichtigsten Produkten in ihrem Sortiment. So gibt es Buch-, Kunst-, Musik-, Online-, Zeitungs- und Zeitschriften-, Hörbuch-, Spiele- und Kartenverlage.

Die Produzenten von Kalendern, Formularen und Loseblattsammlungen werden ebenfalls der Branche des Verlagswesens zugerechnet. Eine Sonderform nehmen die sogenannten Packaging-Verlage ein. Diese bringen mit ihrem Team Buchprojekte zur Produktionsreife und bieten die fertigen Bücher anschließend Verlagen zur weiteren Vermarktung an. Sehr oft übernehmen diese Verlage auch Öffentlichkeitsarbeit und den Lizenzhandel für die Titel, die sie weitervermitteln.

Zu den wichtigsten Berufen bei Verlagen gehören die Lektoren sowie Medienkaufleute Digital und Print. Dieser Beruf ersetzt seit 2006 den früheren Verlagskaufmann. Sie sind für alle kaufmännischen Belange innerhalb des Verlages verantwortlich und brauchen ein relativ breit gefächertes Wissen um die klassischen Verlagsprodukte und Neue Medien. Lediglich in großen Verlagen und bei Zeitschriftenverlagen gibt es eine eigene Grafikabteilung, in der die jeweiligen Titel bis zur Druckvorstufe produziert werden. Kleinere Häuser lagern diese Tätigkeiten üblicherweise aus.

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