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Produktdesigner/-in – Berufsbild

Ein Produktdesigner bzw. eine Produktdesignerin ist mit der Planung, dem Entwurf und der Gestaltung von Konsum- und Investitionsgütern wie z. B. industriell gefertigten Produkten befasst. Dabei arbeiten sie innerhalb des Unternehmens oder als Dienstleister immer mit anderen Menschen wie Ingenieuren, Produktentwicklern oder Mitarbeitern aus dem Marketing zusammen.

Was macht ein Produktdesigner genau?

Bevor sich ein Produktdesigner an die Gestaltung eines neuen Produkts macht, muss er zunächst den Markt, die Möglichkeiten und die technischen Gegebenheiten analysieren. Unter diesen Eindrücken und Ergebnissen entstehen die ersten Skizzen des Produkts, die oftmals am PC, aber auch per Hand angefertigt werden. Passen alle Faktoren zusammen und sind mit dem gewünschten Produkt zu vereinen, kann die Entwicklung starten. Diese wird allerdings nicht allein vom Produktdesigner durchgeführt – diverse Abteilungen beteiligen sich an der Entwicklung des Produkts.

Nach der grafischen Gestaltung des Produkts fertigt die Produktdesignerin ein sogenanntes Vormodell an, an diesem dann erste Abstimmungen mit anderen Beteiligten, z. B. in Sachen Farbgestaltung, vorgenommen werden können. Anschließend entsteht ein finales Modell oder ein Prototyp. Dieser wird in der Praxis getestet und je nach Erfahrungen und Eindrücken anschließend ggf. optimiert. Sollte es sich um ein erklärungsbedürftiges Produkt handeln, ist die Produktdesignerin u. U. auch an der Entwicklung der Bedienungsanleitung beteiligt.

Anforderungen und Voraussetzungen

Kreativität, gestalterisches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick und eigenständiges Arbeiten gehören untrennbar zum Beruf des Produktdesigners. Da Produktdesigner im Team arbeiten, sollten sie auch gute kommunikative Fähigkeiten besitzen und in der Lage sein, die Ideen und Vorstellungen der anderen beteiligten Mitarbeiter zu berücksichtigen. Da ein neues Produkt der Zielgruppe gefallen und auf dem Markt bestehen soll, ist auch ein feines Gespür für Interessen, Bedürfnisse und Vorlieben der Verbraucher wichtig.

Ausbildung zum Produktdesigner

Von Produktdesignern wird in der Regel ein abgeschlossenes Studium erwartet. Passende Studiengänge sind z. B. Design, Produktdesign oder Industriedesign, die in Deutschland an Fachhochschulen und Universitäten absolviert werden können. Besonders für Spezialisierungen, angestrebte Führungspositionen oder Tätigkeiten in Forschung und Wissenschaft empfiehlt sich nach dem Abschluss des Bachelorstudiums eine Vertiefung durch ein Masterstudium. Inhalte des Produktdesignstudiums sind unter anderem Grundlagen des Zeichnens und Gestaltens, Darstellungstechniken und Medienwissenschaften. Oftmals sind in das Studium auch Praktika integriert, die dabei helfen, die erlernte Theorie in der Praxis anwenden zu können.

Wer keine Hochschulzugangsberechtigung hat oder nicht studieren möchte, kann eine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner absolvieren. Dieser Beruf hat zwar andere inhaltliche Schwerpunkte, bietet aber auch ohne Studium Zugang zu diesem Berufsfeld.

Mögliche Arbeitsbereiche

Nach erfolgreich absolviertem Studium können Produktdesigner in den unterschiedlichsten Bereichen der Wirtschaft arbeiten. Dort finden sie meist Verwendung innerhalb der Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen. Aber auch Design-Ateliers, Design-Büros und Büros für Produkt- und Industriedesign bieten zahlreiche Arbeitsplätze. Hochschulen sind weitere mögliche Arbeitgeber für Produktdesigner. Eine Spezialisierung in einem Fachgebiet kann den Einstieg ins Berufsleben erleichtern, ist meist aber nicht erforderlich. Oftmals wird spezialisiertes Know-how durch Berufserfahrung angesammelt.

Hier finden Sie weitere Informationen über das Gehalt in Ihrem Beruf:
Gehalt Produktdesigner/-in
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