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Hinter den Kulissen: Das verdienen Angestellte in der TV-Produktion

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Kategorie: Berufe & Gehälter
23.05.2016
©GEHALT.de

Beim Fernsehen zu arbeiten, ist für viele junge Menschen ein Traum. Sie möchten bei bekannten TV-Formaten mitwirken und einen Blick hinter die Kulissen erhalten. Die TV-Branche ist ein heiß begehrter Stellenmarkt und wer eine Anstellung ergattert, kann sich vermeintlich glücklich schätzen und mit einem guten Gehalt rechnen. Dies gilt allerdings nur für bestimmte Berufe und auch erst, nachdem einige Jahre an Berufserfahrung gesammelt worden sind.

Tatsächlich liegen die Löhne in der TV-Produktion oftmals unter 40.000 Euro im Jahr. Dies geht aus unserer aktuellen Gehaltsanalyse hervor, bei der wir uns ausschließlich auf das Umfeld der TV-Produktionen konzentriert und 1.485 Lohnangaben untersucht haben. Bei allen Personen handelt es sich um Fachkräfte ohne disziplinarische Personalverantwortung. Die Gehälter basieren auf Daten der letzten 12 Monate.

 

Die Topverdiener in TV-Produktionen

Wer den Weg in die TV-Produktion einschlagen möchte, sollte sich die Berufe des Produktionsleiters oder Redakteurs anschauen. Ihre Gehälter zählen zu den bestbezahltesten innerhalb des TV-Produktions-Umfeldes. Produktionsleiter verdienen durchschnittlich 52.469 Euro im Jahr – in kleineren Unternehmen kann das Jahresgehalt geringer ausfallen und auf 43.943 Euro fallen. Das Gehalt des Redakteurs beträgt durchschnittlich 44.821 Euro jährlich. Je nach Größe des Unternehmens und gesammelter Berufserfahrung liegt die Spanne zwischen 35.183 Euro und über 54.440 Euro.

 

Größte Gehaltsspanne für TV-Moderatoren

Das Arbeiten vor der Kamera und Moderieren von TV-Sendungen ist bei vielen Menschen ebenfalls ein häufiger Berufswunsch. Die Tätigkeit des Moderators ist in unserer Untersuchung die einzige, die regelmäßig aktiv vor der Kamera stattfindet. Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt bei rund 40.360 Euro. Im unteren Gehaltssegment beträgt der Lohn 31.481 Euro, in großen Firmen dagegen über 70.450 Euro.

Der Grund für diese Kluft liegt häufig in der Popularität des TV-Formates und des Moderators selbst. Ein bekanntes Fernsehgesicht verdient im Schnitt deutlich mehr als ein Sprecher eines kleineren Formats. Viele Moderatoren arbeiten übrigens auf selbstständiger Basis und werden für unterschiedliche Events gebucht. Das können unter anderem eine TV-Show, Werbefilme oder eine Unternehmensfeier sein.

 

Die Geringverdiener in der TV-Produktion

Zu den Geringverdienern der Branche zählt insbesondere der Cutter. Er ist für den Videoschnitt und Komposition der Bilder verantwortlich. Sein Einkommen beträgt jährlich schmale 29.848 Euro und kann in kleineren Betrieben sogar auf 24.700 Euro sinken.

 

Der Beruf des TV-Cutters setzt eine Aus- oder Weiterbildung voraus. Wer sein Gehalt als Cutter steigern möchte, sollte sich über die Ausbildungsmöglichkeiten gut informieren. So bietet zum Beispiel die Filmakademie Baden-Württemberg das Studienfach „Film & Medien“ an. Hier können Studierende den Schwerpunkt Montage/ Schnitt wählen. Absolventinnen und Absolventen dieses Studienfaches dürfen sicherlich mit höheren Gehältern rechnen, da sie deutlich mehr Wissen vermittelt bekommen.

Ebenso zählen Kameraleute und Mediengestalter zu den Angestellten, die zum Monatsende nur ein geringes Gehalt erhalten. Beide Berufe grenzen im Durchschnitt an die 30.000 Euro-Marke. Das Einkommen im unteren Gehaltssegment liegt bei 26.000 Euro im Jahr.

Das Mitwirken bei der Produkt- und Programmplanung fällt in das Aufgabengebiet von Medienkaufleuten, die einen durchschnittlichen Lohn von 35.735 Euro erhalten. Im sehr guten Mittelfeld liegt finanziell gesehen der Tontechniker. Er verdient mit rund 39.516 Euro vergleichsweise gut. Im höheren Gehaltssegment kann er ein Jahreseinkommen von mehr als 52.000 Euro erreichen.

Ein Überblick über die Gehälter in TV-Produktionen:

Die Gehälter in TV-Produktionen

Arbeiten beim Fernsehen: Geduld ist gefragt

Wer sich für einen der Berufe aus der TV-Produktion interessiert, muss Bewerbungsausdauer und ein dickes Fell mitbringen. Denn Jobs im Fernsehen sind sehr gefragt und insbesondere für Quereinsteiger schwierig zu erlangen. Im Idealfall absolvieren Interessenten direkt ihre Ausbildung in einer Fernseh- oder Rundfunkanstalt und werden von dort auf senderinterne Akademien geschickt. Doch die Plätze sind limitiert. Weitere Möglichkeiten bieten sich auch in Produktionsfirmen oder Journalistenbüros.

Bis auf den TV-Produktionsleiter handelt es sich bei den untersuchten Berufen um klassische Lehrberufe, die ein Studium als Weiterbildungsmöglichkeit ermöglichen. Insbesondere Cutter, Kameraleute, Tontechniker und Moderator sind Ausbildungsberufe, die eng mit Fernseh- und Rundfunkanstalten verknüpft sind. Eine Ausbildung zum Mediengestalter, Redakteur oder Medienkaufmann/-frau ist ebenso außerhalb von TV-Produktionen möglich.

Wer lieber vor der Kamera stehen und präsentieren möchte, für den kann der Beruf des Moderators beziehungsweise des Sprechers sinnvoll sein. Für diesen Beruf gibt es interne Regelungen des jeweiligen Lehrgangsträgers. Die Dauer der Ausbildung sowie die Zugangsvoraussetzungen sind daher nicht einheitlich.

Der Beruf des TV-Produktionsleiters gilt dagegen nicht als klassischer Lehrberuf. Die IHK ermöglicht zum Beispiel eine einjährige berufsbegleitende Sonderausbildung. Wer sich für diesen Karriereweg entscheidet, sollte außerdem ausreichend Praktika und Assistenzstellen absolviert haben. Eine ideale Grundlage für diesen Berufsweg ist eine Ausbildung zum Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien.

 

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